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Aufgewertete Stromtrasse bei Kleinlützel Foto: zVg

(pd) Zusammen mit Pro Natura Baselland wird die Energieversorgerin IWB Flächen unter Hochspannungsleitungen ökologisch aufwerten. Die heute oft artenarmen Landschaftsstreifen sollen in Zukunft zu Lebensräumen für Pflanzen und Tiere werden.

IWB und Pro Natura Baselland verfolgen einen schweizweit neuen Ansatz bei Pflege und Unterhalt von Stromtrassen. Flächen unter Hochspannungsleitungen werden zu Lebensräumen für Pflanzen und Tiere. Die Erhöhung der Biodiversität ist ein wichtiges Ziel von IWB und Pro Natura Baselland.

Die Hochspannungsleitungen von IWB sind zentral für die Stromversorgung von Basel-Stadt. Sie verbinden die Kraftwerke mit dem Stromnetz des Kantons. Rund 70 Kilometer lang ist das IWB-Hochspannungsnetz ausserhalb des Kantonsgebiets. Es besteht aus zwei Freileitungen zwischen den Unterwerken Bassecourt und Binningen sowie Wangen und Therwil. «Stromtrassen und Naturschutz schliessen sich nicht aus», erklärt Claus Schmidt, CEO von IWB. «Zusammen mit Pro Natura Baselland wollen wir unter unseren Stromleitungen neue, artenreiche Lebensräume für Tiere und Pflanzen schaffen.»

Büsche und Bäume auf den Flächen unter den Freileitungen werden bisher alle paar Jahre stark zurückgeschnitten. Das Ziel der bisherigen Praxis ist, aus Sicherheitsgründen die Stromtrassen grossflächig frei von hohem Pflanzenbewuchs zu halten. Die meisten dieser Flächen sind daher eher artenarm und eine Barriere für wandernde Tiere wie Kleinlebewesen und Insekten. Die Stromtrassen haben jedoch ein hohes Potential zur Verbesserung der Biodiversität. Dieses will IWB nun nutzen. Mit einem schweizweit neuen Ansatz wird das Energieversorgungsunternehmen in Zusammenarbeit mit Pro Natura Baselland einen Teil der Stromtrassen ökologisch aufwerten.

Entlang der Stromtrassen befinden sich zahlreiche trockene Wiesen und Weiden von nationaler Bedeutung oder anderweitig geschützte Flächen. Die Stromtrassen unterbrechen und trennen diese grösstenteils. Das wollen Pro Natura und IWB ändern: Dank der Aufwertung sollen bisher isolierte Populationen von Kleinlebewesen und Insekten zusammenfinden. Dazu entstehen unter den Freileitungen Zonen mit Ast- und Steinhaufen, Tümpeln und Dornensträuchern. An den Waldrändern sind gestufte Übergänge geplant. Sie bieten zusätzlichen Lebensraum und sind weniger anfällig für Sturmschäden.

Mit der Umsetzung starten IWB und Pro Natura Baselland noch im Juli. Bis 2030 sollen bis zu 20 Kilometer Stromtrassen ökologisch aufgewertet sein. Die Stromtrassen werden damit zu wertvollen Vernetzungsachsen und Lebensräumen. Natur- und Artenschutz ist eines von fünf Nachhaltigkeitszielen von IWB. Bis 2030 will IWB hierfür zusätzlich über 30 Hektar naturnahe Flächen schaffen. Damit zeigt das Unternehmen exemplarisch auf, dass sichere Energieversorgung mit erneuerbarem Strom und Biodiversitätsförderung nicht ausschliessen. Auch für Pro Natura Baselland ist die Aufwertung der IWB Stromtrassen ein grosses Projekt mit einer enormen Bedeutung für die Vernetzung und Aufwertung von Lebensräumen.

Bild: Aufgewertete Stromtrasse bei Kleinlützel Foto: zVg
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