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 Die bis auf das Vorwerk sanierte Farnsburg, Stand November 2022. Blick von Nordosten auf die fertig gesicherte Oberburg mit Brunnenhaus, Amtshaus und Plas mit Schildmauer (von vorne nach hinten). Das noch nicht gesicherte Vorwerk ist im Hintergrund links der mächtigen Schildmauer zu erkennen. Foto: Kanton Basel-Landschaft

(pd) Die Ruine Farnsburg ist eine der wichtigsten mittelalterlichen Adelsburgen der Region und gehört zu den Kulturgütern von nationaler Bedeutung. Ihre Sicherung ist Teil eines vor 15 Jahren vom Landrat des Kantons Basel-Landschaft einstimmig beschlossenen Konzepts zur Sanierung der zahlreichen Burgen und Ruinen im Kantonsgebiet. Um die Sanierung, die teurer wird als erwartet, bald abschliessen zu können, beantragt der Regierungsrat dem Landrat, die Ausgabenbewilligung für die Sicherung der Ruine Farnsburg um 650'000 Franken zu erhöhen.

Die Farnsburg wurde 1930/31 ein erstes Mal saniert, allerdings zum Teil mit ungeeigneten Massnahmen. Ab den 1940er-Jahren folgten zahlreiche weitere Sicherungsarbeiten, welche aber die grundlegenden Mängel nicht beseitigen konnten. Als Teile der Schildmauer auseinanderzubrechen drohten, bewilligte der Landrat 2013 275'000 Franken für eine vorgezogene Sanierungsetappe. Vor vier Jahren bewilligte der Landrat schliesslich ein Projekt zur umfassenden Sanierung der Farnsburg. Die Kostenberechnung, die im Rahmen der Landratsvorlage im Jahr 2018 vorgenommen wurde, basierte auf einer detaillierten Erfassung des vorhandenen Mauervolumens. In der Vorlage wurde betont, dass viele Schäden erst während der Arbeiten sicher erfasst werden könnten, wenn man Einblick in das Mauerwerk erhalte. Derartige Berechnungen können daher nur Anhaltspunkte liefern, ermöglichen aber keine präzisen Schätzungen. In vergleichbaren Sanierungsprojekten bewährte sich der verwendete Berechnungsschlüssel bestens – so etwa auf der Homburg oder der Burgruine Pfeffingen. Bald nach Beginn der Arbeiten im Jahr 2019 zeigte sich jedoch, dass der Zustand der Mauern deutlich schlechter war, als dies angenommen und aufgrund vergleichbarer Fälle erwartet werden konnte. Zurückzuführen ist dies hauptsächlich auf den instabilen und wenig frostfesten Hauptrogenstein, aus dem die Burg gebaut wurde und auf dem sie steht. Dass nach Jahrzehnten kleinerer und grösserer Flickungen der Hauptrogenstein in vielen Bereichen immer noch dominierte, zeigte sich erst nach dem Abbau schadhafter Mauerpartien und dem Entfernen von Zementverputzen, die bei früheren Sanierungsmassnahmen angebracht worden waren, um die bröckelnden Steine zu schützen. Das aussergewöhnlich schlechte Steinmaterial hat im Rahmen der Sanierungsarbeiten zu einem erheblichen Mehraufwand geführt. Dieser liess sich auch durch innovative Konzepte (Teilrückbau, Verputze, Überbrückung nicht tragfähiger Stellen usw.) und Verzichte (bspw. Nichtsanierung eines unkonservierten Turms der Umfassungsmauer) nicht ausreichend reduzieren. Die aufgrund dieser schwierigen Gegebenheiten bereits in den bisherigen Bauetappen entstandenen Mehrkosten waren durch Bundessubventionen von 1,7 Mio. Franken abgedeckt. Dies nahm der Regierungsrat im Herbst 2021 zur Kenntnis. Zur gleichen Zeit wurde zudem die Bildungs-, Kultur- und Sportkommission des Landrats über die oben beschriebenen unvorhersehbaren Schwierigkeiten und die dadurch verursachten Mehrkosten informiert.

Gegen Ende der Bauetappe 2022 zeichnete sich jedoch ab, dass die Sanierung mit den noch vorhandenen Mitteln nicht im geplanten Umfang abgeschlossen werden kann. Der Regierungsrat beantragt deshalb dem Landrat, die Ausgabenbewilligung für die Sicherung der Ruine Farnsburg um 650'000 Franken auf 7,47 Mio. Franken (abzüglich Bundessubventionen: 5,77 Mio. Franken ) zu erhöhen, damit die Sicherung wie ursprünglich geplant abgeschlossen werden kann.

Bild: Die bis auf das Vorwerk sanierte Farnsburg, Stand November 2022. Blick von Nordosten auf die fertig gesicherte Oberburg mit Brunnenhaus, Amtshaus und Plas mit Schildmauer (von vorne nach hinten). Das noch nicht gesicherte Vorwerk ist im Hintergrund links der mächtigen Schildmauer zu erkennen. Foto: Kanton Basel-Landschaft
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