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Foto: Michi Mahrer

NLB: TV Möhlin – SG TV Solothurn 25:26
(lc) Der TV Möhlin und die SG TV Solothurn lieferten sich am Samstagabend eine spannende Partie in der Steinlihalle. Obwohl Möhlin über das ganze Spiel gesehen eine bessere Torhüterquote, eine bessere Wurfquote sowie weniger technische Fehler verzeichnete, konnten die Gäste das Spiel schliesslich mit 25:26 (14:10) für sich entscheiden.

Doch von Vorne: Die Startviertelstunde gehörte ganz dem TV Möhlin. Zwar brachte Lars Hofer, von dem man im Verlauf der Partie noch einiges sehen sollte, die Gäste mit 0:1 in Führung, aber die Mannschaft von Trainer Samir Sarac trat von Beginn weg energisch und selbstsicher auf. In den folgenden zehn Minuten verwandelte der Angriff sechs von sechs Schüssen während Dennis Grana im Tor zusammen mit der Verteidigung fünf von sechs Angriffen abwehrte. Vorne traf Mischa Wirthlin aus spitzem Winkel vom Flügel, Sebastian Kaiser überraschte den Gegner mit einem Kernwurf und der Linkshänder Matej Sarajlic schickte bei seinem Rückraumwurf den Solothurner Torwart gekonnt in die falsche Ecke. In der Defensive stellten Manuel Csebits, Luca Halmagyi und Maurice Meier die Mitte erfolgreich zu und die wenigen Schüsse, die dennoch aufs Tor kamen, entschärfte eben Grana.

Solothurn kämpft sich zurück
Als Möhlin sich so eine 6:1-Führung erspielt hatte, kam nun aber auch der Gast aus der Ambassadorenstadt besser ins Spiel. Nachdem sie erst regelrecht überrumpelt worden waren, nahmen die Solothurner nun die Herausforderung an und spielten sich ihrerseits bessere Chancen im Angriff heraus. Es zeigte sich, dass den Solothurnern nur wenige technische Unachtsamkeiten und zwei, drei Fehlschüsse des Gegners reichten, um wieder Anschluss zu finden. Allerdings liess sich Möhlin vom Erstarken der Solothurner nicht beirren. Die Solothurner hatten inzwischen zum 8:6 (20’) getroffen hatten und Möhlin war durch eine Zeitstrafe dezimiert worden, doch Sarajlic gelang in Unterzahl sogar das 9:6 (22’). Trotzdem hatten die Solothurner inzwischen Blut geleckt und erzielten in den nächsten 180 Sekunden drei Tore. Die Fricktaler setzten nun aber mit dem Ferierabendhandballer Florian Wirthlin ihre Drittligageheimwaffe ein, der mit drei aufeinanderfolgenden persönlichen Treffern die Gäste regelrecht abschoss (12:9, 26’). Den Vorsprung konnte das Heimteam bis zur Pause sogar wieder auf 14:10 zu erhöhen.

Foto: Michi MahrerPartie bleibt auch nach dem Wiederanpfiff offen
Die zweite Halbzeit begann für Möhlin wunschgemäss mit einem Tor vom Kreis durch Maurice Meier. Allerdings musste im Anschluss Manuel Csebits, der eben noch Meier am Kreis bedient hatte, mit einer Zweiminutenstrafe auf der Bank Platz nehmen. Möhlin gelang es in Unterzahl nicht, die Gäste abzuschütteln und so blieb die Differenz bis zur 40. Minute bei plus minus drei Treffern. Ähnlich wie in der ersten Halbzeit zeigten die Solothurner grossen Kampfgeist und nutzten sich bietende Gelegenheiten zügig aus. Es war nun ein Spiel der Angriffsreihen geworden und die jeweiligen Defensiven vermochten den Gegner nur noch punktuell am Abschluss zu hindern. Der möhliner Rückraum um Csebits, Fässler, Kaiser und Sarajlic schoss weiterhin seine Treffer, aber weil der Angriff doch auch einige Male blinzelte, schmolz der Vorsprung der Fricktaler langsam davon, bis Lars Hofer zum 21:20 per Siebenmeter (47’) und zum 21:21 Ausgleich für die Solothurner traf.

Spannendes Hin und Her in der Schlussphase
Die Gäste gingen sogar neun Minuten vor dem Schlusspfiff kurzzeitig in Führung (21:22), doch auch Möhlin zeigte mentale Stärke und holte sich die Führung durch Kaiser und Ulmer gleich wieder zurück (32:22). Trotzdem kam wohl aufgrund des Spielverlaufs in den letzten Minuten ein wenig Hektik auf und beide Teams versuchten, sich den Sieg zu krallen. Als nach 57 Minuten und 47 Sekunden Spielzeit die Gäste sich beim Spielstand von 25:24 eine Zeitstrafe einfingen, bot sich für Möhlin die Gelegenheit, das Spiel zu entscheiden. Der Mannschaft gelang es aber nicht, einen kühlen Kopf zu wahren und während Möhlin zwei Angriffe ohne Erfolg abschloss, erzielte Solothurn den Ausgleich (59’). Als Möhlin mit 58:55 auf der Uhr und einem Stand von 25:25 den Ball im Angriff verlor, schien trotz aller Widrigkeiten noch nicht alles verloren. Die Gäste schafften es aber irgendwie, die eine verbleibende Spielminute im Angriff herunterzuspielen, und, nachdem ihre Zeitstrafe bei 59:47 abgelaufen war, eine Sekunde vor dem Schlusspfiff den Siegestreffer zum 25:26 zu erzielen. Nachdem der TV Möhlin eine gute Partie gezeigt und fast alles richtig gemacht hatte, resultierte schliesslich doch nur eine Niederlage und grosse Enttäuschung auf und neben dem Feld. Sicherlich schaut mit einer ähnlich guten Leistung und ein bisschen mehr Glück in der nächsten Partie am 3. Oktober in Winterthur am Ende etwas mehr heraus.

Möhlin mit: Blumer (0/2), Grana (6/30, 1/2; 20%,); Halmagyi (1/1), Christen, Meier(1), Sarajlic (5) Csebits(5), Fässler (2), Franceschi (1), Kaiser (4), Jegge, Wirthlin F. (3), Wirthlin M. (2), Ulmer(1).

Nächstes Spiel NLB: Samstag, 3. Oktober, 19.30 Uhr, SG Yellow/Pfadi Espoirs - TV Möhlin in Winterthur, AXA Arena.

Fotos: Michi Mahrer

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