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Gold im A-Match verpatzt, aber Bronze gerettet: Die Aargauer 50-m-Pistolenschützen: (von links) Stefan Vögele, Dieter Grossen, Betreuer Markus Zobrist (Betreuer) und Remo Bugmann. Es fehlt Patrik Hunn. Foto: wr

(wr) Der Aargauische Schiesssportverband (AGSV) verfehlte am ersten Tag des Ständematches im Rahmen des Eidgenössischen Schützenfestes Luzern seine Ziele. Mit einer Gold- und einer Bronzemedaille blieben die ersten sieben Teams hinter den eigenen Erwartungen zurück. Souverän gewannen die 300-m-Ordonnanzschützen im Zweistellungsmatch. Hingegen enttäuschten die Liegend-Gewehrschützen doppelt.

«Das wird am zweiten Tag mehr als schwierig, den angestrebten dritten Gesamtrang unter allen Kantonen zu erreichen», runzelte AGSV-Leistungssportchef Marcel Brunner nach dem Auftakt mit 7 von 13 Konkurrenzen die Stirn. Mit «nur» zwei Podestplätzen erfüllten die Aargauer Schützinnen und Schützen die eigenen Ambitionen bei weitem nicht. Als einzige Equipe wussten die Ordonnanzschützen zweistellig zu gefallen. Dabei hatten Stefan Mathis (527) und Hans Schumacher (521) mit den Bedingungen respektive sich selber zu kämpfen, blieb aber auf einem soliden Niveau. Stephan Morgenthaler und Walter Schumacher schossen mit je 541 Punkte auf Topniveau. Das reichte zum sicheren Sieg vor den Hochburgen Bern und Zürich.

Nicht vom Glück begleitet
Brunner beklagte auf den Schiessplätzen Emmen, Stalden Kriens und Indoor Luzern fehlendes Wettkampfglück: «Was bei anderen Austragungen für uns lief, entwickelte sich diesmal gegen uns.» Dazu passte beispielsweise das Abschneiden der Gewehrschützen 50 m liegend. Nach einem Topresultat von Jörg Fankhauser fehlte die Ausgeglichenheit zum insgeheim erhofften Podestplatz. Am Schluss schoss zwar Rolf Denzler ansprechend, aber mehr als Platz 7 lag damit nicht mehr drin.
Von Beginn weg nicht richtig in die Gänge kam das 300-m-Liegendteam mit dem Sturmgewehr. Claude Chenaux erzielte zwar mit 573 Zählern ein Topresultat. Dennoch klaffte am Schluss eine Lücke von 18 Punkten auf Bronze.

Schadenbegrenzung mit der Pistole
Bei den beiden Pistolenkonkurrenzen wären zwei Medaillengewinne keine Überraschung gewesen – zumindest aus Aargauer Sicht. Doch nach einem dritten Zwischenplatz im Präzisionsteil versagten den 25-m-Schützen die Nerven im Schnellfeuer. Zwar verhalfen die abschliessenden 297 Punkte des besten Schützen im Teilnehmerfeld, Christian Klauenbösch, noch zu einem Sprung vorwärts. Dennoch muss Rang 6 als Enttäuschung gewertet werden.
Obwohl das Aargauer Trio im A-Match auf die 50-m-Distanz am Schluss Bronze als Trostpflaster erhielt, dominierte am Ende der Frust über die verpatzte Goldchance. Stefan Vögele hatte mit 492 Punkten mässig begonnen, und auch Patrik Hunn haderte mit seinen 515 Ringen. Routinier Dieter Grossen kam wohl auf 534 Punkte, das zweitbeste Ergebnis auf 50 Meter. Doch auch der Altmeister liess auf ärgerliche Weise Punkte liegen.

Passable Leistungen dreistellig
In den beiden Königsdisziplinen, Gewehr 50 m und 300 m dreistellig, lebte der Aargau von seinen Internationalen. 300-m-Schütze Rafael Bereuter begann mit 300 Punkten aus den ersten 30 Schüssen perfekt. Danach baute er etwas ab, doch das 586er-Total darf sich immer noch sehen lassen. Zusammen mit Marco Lüscher (564) und Ersatzschützin Vanessa Zürcher (544) resultierte für den Aargau Platz 6 unter 15 Teams. Auf dieselbe Position führte Chiara Leone das 50-m-Team. Ihre 587 Punkte waren angesichts einer vorgängigen Studiumsprüfung höchst bemerkenswert. Je 561 Zähler steuerten Christiane Keller und Routinier Jürg Luginbühl bei. Der 6. Rang darf sich angesichts von 21 angetretenen Teams erst recht sehen lassen.

Bild: Gold im A-Match verpatzt, aber Bronze gerettet: Die Aargauer 50-m-Pistolenschützen: (von links) Stefan Vögele, Dieter Grossen, Betreuer Markus Zobrist (Betreuer) und Remo Bugmann. Es fehlt Patrik Hunn. Foto: wr
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