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Medaillen für die Schweizer OL-Läufer Matthias Kyburz (Gold) und Simona Aebersold (Bronze) in der Mitteldistanz an derOL-WM in Tschechien. Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy Steinegger

(so) An der OL-WM in Tschechien gewinnt der in Möhlin aufgewachsene Matthias Kyburz über die Mitteldistanz überragend Gold. Simona Aebersold läuft zudem auf den 3. Rang und gewinnt Bronze.

Nach einem Ruhetag ging es gestern an den Orientierungslauf-Weltmeisterschaften in Tschechien weiter mit der Mitteldistanz. Diese fand in Smržovka statt, rund 20 Kilometer östlich von Liberec. Das Laufgebiet zeichnete sich durch steile Hänge aus, die sowohl physisch als auch technisch sehr herausfordernd waren.
Für die Schweiz stand bei den Frauen Simona Aebersold, Sabine Hauswirth und Sarina Kyburz am Start und bei den Herren Daniel Hubmann, Matthias Kyburz sowie die beiden WM-Debütanten Noah Zbinden und Jonas Egger. Matthias Kyburz trat dabei als amtierender Europameister in der Mitteldistanz an – er hatte 2018 im Tessin EM-Gold gewonnen.

Souveräne Final-Qualifikation für das Schweizer Team
Am Morgen galt es zuerst für alle, die Qualifikation zu überstehen. Gestartet wurde in drei Heats, wobei jeweils die besten 15 von jedem Heat den Finaleinzug schafften. Bei den Herren schafften alle vier Schweizer Läufer die Qualifikation für den Final souverän - Matthias Kyburz gewann gar seinen Heat, Daniel Hubmann wurde Dritter, Noah Zbinden lief auf Rang 5 und Jonas Egger auf Rang 6. Auch die Schweizer Frauen liessen nichts anbrennen und sicherten sich einen Platz im Final. Sabine Hauswirth gewann ihre Qualifikationsgruppe, Simona Aebersold und Sarina Kyburz liefen beide auf den 2. Platz.

Weltmeister Matthias Kyburz jubelt nach dem überlegenen Sieg in der MItteldistanz. Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy SteineggerFinal mit hoher technischer Schwierigkeit
In einem technisch äusserst schwierigen Gelände mit schwer belaufbarem Untergrund und vielen Steinfeldern und Felsbändern gelang Matthias Kyburz ein beinahe perfekter Lauf. Dies führte ihn nach WM-Gold 2016 in Schweden über die Mitteldistanz erneut zuoberst auf das Podest. «Ich bin überwältigt. Ich war in den letzten fünf Jahren so oft nahe an einer Einzelmedaille dran, nun ist alles aufgegangen. Ich wusste, dass ich heute den Fokus auf einen technisch sauberen Lauf legen musste und dies ist mir gelungen», so der frischgebackene Weltmeister. Mit 40 Sekunden Rückstand lief Gustav Bergmann aus Schweden auf den 2. Rang, Bronze gewann der Ukrainer Ruslan Glibov mit 47 Sekunden Rückstand.
Nicht ohne Fehler kam Daniel Hubmann durch – damit klassierte sich der 38-Jährige letztlich mit 2:37 Minuten Rückstand auf dem 8. Schlussrang. «Es schlichen sich zu viele kleinere Fehler ein, damit es für eine Spitzenrangierung gereicht hätte», so Hubmann. Ferner lief Noah Zbinden auf Rang 16 und Jonas Egger auf den 21. Platz, dies nachdem er nach einem Misstritt unter Schmerzen weiterlaufen musste.

Sekundenkrimi um Bronze
Äusserst knapp ging das Rennen bei den Frauen aus. Während die Dominatorin Tove Alexandersson aus Schweden in einer eigenen Liga lief und die Norwegerin Andrine Benjaminsen mit einem Rückstand von 2:21 Minuten sicher die Silbermedaille gewann, entwickelte sich das Rennen um Bronze zu einem Sekundenkrimi. Simona Aebersold beging gleich zu Beginn des Wettkampfes mehrere Fehler, konnte dann aber gegen Ende des Rennens Zeit gutmachen und setzte sich letztlich dank einer überragenden Schluss-Schlaufe um zwei Sekunden vor Kamilla Steiwer (Norwegen) durch. «Es war ein Kampf vom Anfang bis zum Ende. Ich versuchte, die Fehler, die mir zu den ersten Posten unterliefen, so gut wie möglich wegzustecken, und als ich im Überlauf hörte, dass mir 30 Sekunden auf eine Medaille fehlten, gab ich nochmals alles», so die 23-Jährige.
Weniger gut lief es den beiden anderen Schweizerinnen, die gestern am Start standen. Sabine Hauswirth konnte ihre gute Leistung aus der Qualifikation nicht bestätigen und rangierte sich auf dem 17. Rang. Sarina Kyburz wurde nicht klassiert, nachdem sie einen Posten nicht quittierte.

Waldstaffel als nächster Programmpunkt
Nach einem Ruhetag morgen steht morgen Donnerstag die Waldstaffel an. Die Schweiz hat sich sowohl bei den Damen als auch bei den Herren eine Medaille zum Ziel gesetzt. SRF Sport wird den Wettkampf ab 16.15 Uhr live übertragen.

Text: swiss orienteering / Annalena Schmid

Link: Ein Interview mit Weltmeister Matthias Kyburz auf der Internetseite der Schweizerischen OL-Verbandes swiss orientiering

Bilder
Erstes Bild: Medaillen für die Schweizer OL-Läufer Matthias Kyburz (Gold) und Simona Aebersold (Bronze) in der Mitteldistanz an der OL-WM in Tschechien. Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy Steinegger
Zweites Bild: Weltmeister Matthias Kyburz jubelt nach dem überlegenen Sieg in der MItteldistanz. Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy Steinegger
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