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Sieben Medaillen waren die stolze Ausbeute für die Schweizer Teilnehmenden an der diesjährigen OL-WM in Tschechien: Sabine Hauswirth, Simona Aebersold and Elena Roos (vorne von links), Florian Howald, Matthias Kyburz, Martin Hubmann and Joey Hadorn (hinten von links). Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy Steinegger

(so) Im letzten Rennen der diesjährigen Orientierungslauf-WM läuft Matthias Kyburz zu Silber und Simona Aebersold zu Bronze. Damit gewinnt das Schweizer OL-Team insgesamt sieben Mal Edelmetall an diesen Titelkämpfen.

Mit der Langdistanz in Heřmánky (Tschechien) fand gestern die OL-WM 2021 ihren Abschluss. Wie bereits das Staffel-Rennen wurde auch die Langdistanz in von Sandsteinformationen geprägtem Gelände ausgetragen. Fürs Schweizer Team standen bei den Frauen dieselben drei Läuferinnen am Start, die gestern in der Staffel gemeinsam die Silbermedaille gewinnen konnten: Simona Aebersold, Sabine Hauswirth und Elena Roos.
Simona Aebersold konnte auf der 9,5 Kilometer langen Strecke mit 690 zu bewältigenden Höhenmetern einen sauberen Lauf durchziehen – einzig zu Posten 15 unterlief ihr ein Fehler, welcher ihr letztlich die Silbermedaille kostete. «Der Fehler gegen Ende des Rennens ist natürlich ärgerlich, aber trotzdem bin ich sehr zufrieden, dass ich nach einem gelungenen Staffel-Wettkampf diese WM mit einer weiteren guten Leistung abschliessen konnte», so die 23-Jährige. Aebersold gewann damit im fünften Wettkampf dieser WM – nach Bronze in der Sprintstaffel und Mitteldistanz sowie Silber in der Waldstaffel – die vierte Medaille.
Die beiden weiteren Schweizerinnen konnten physisch nicht ganz mit den Spitzenläuferinnen mithalten. Sabine Hauswirth läuft auf Rang zwölf mit 11:39 Minuten Rückstand, zu ihrer Leistung sagt sie: «Ich habe mich darauf konzentriert, mir genügend Zeit für die Routenwahlen zu nehmen, das ist mir grundsätzlich gelungen, auch wenn es natürlich schwierig ist, jede Route perfekt zu wählen.»
Elena Roos begeht zu Posten 15, wie auch Simona Aebersold, einen Fehler und verpasst dadurch einen Platz in den Top-Ten – letztlich reicht es für sie auf den 16. Rang mit 12:23 Minuten Rückstand. «Gerne hätte ich die WM mit einem Platz unter den ersten zehn Läuferinnen abgeschlossen, durch den Fehler ist mir dies leider nicht gelungen. Physisch war ich heute einfach zu wenig stark gegenüber den Spitzenläuferinnen, ansonsten kann ich aber zufrieden sein mit meiner Leistung», so Roos. Gold geht erneut überlegen an Tove Alexandersson aus Schweden, welche damit in fünf Rennen fünf Goldmedaillen gewann. Silber sichert sich die neutrale Athletin aus Russland, Natalia Gemperle, mit beinahe drei Minuten Rückstand.

Das Herren-Podest über die langdistanz; links Matthias Kyburz mit der Silbermedaille. Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy SteineggerAlle Schweizer Herren in den Top-Ten
Bei den Herren zeigte das Schweizer Team mit Matthias Kyburz, Daniel Hubmann, Martin Hubmann und Florian Howald eine beeindruckende Leistung mit allen Läufern unter den ersten sieben Rängen. Matthias Kyburz startete gut in seinen Lauf, wurde jedoch bereits beim vierten Posten von Kasper Fosser aus Norwegen eingeholt, der drei Minuten hinter ihm startete. In der Folge liefen die beiden zusammen Richtung Gold und Silber. «Nach zehn Jahren auch über die Langdistanz eine WM-Medaille zu gewinnen, ist sicher eine Genugtuung, aber gerne hätte ich sie auf eine andere Art und Weise gewonnen», so Kyburz.
Bitter endete das Rennen für Daniel Hubmann. Lange auf Bronze-Kurs liegend, wurde er auf der Schlussschlaufe noch vom Norweger Magne Daehli abgefangen. Dieser wurde vom starken Duo Kyburz und Fosser aufgeholt und konnte in der Folge vom hohen Tempo profitieren und so die entscheidenden Sekunden herauslaufen. Am Schluss fehlten Hubmann 18 Sekunden für seine 29. WM-Medaille. «Über meine Leistung kann ich zufrieden sein. Dass es letztlich auf diese Weise der vierte Rang wurde, ist im ersten Moment aber frustrierend», meinte Hubmann.
Martin Hubmann lief ferner mit einem soliden Lauf auf den sechsten Rang mit 7:59 Minuten Rückstand und Florian Howald auf den siebten Rang mit 8:59 Minuten Rückstand. «Ich versuchte die Umlaufrouten zu wählen, um starke Anstiege möglichst zu vermeiden. Mit der Zeit plagten mich aber dennoch Krämpfe in den Waden, sodass es zu einem richtig harten Rennen wurde», erzählt Martin Hubmann im Ziel. «Es war Orientierungslauf vom Feinsten und ich konnte mein Konzept wie geplant umsetzten», freute sich derweilen Florian Howald.
Die Schweiz gewinnt damit Medaille Nummer sechs und sieben an diesen Weltmeisterschaften und übertrifft damit die angepeilten sechs Medaillen. Schweden dominierte die Titelkämpfe und gewinnt sieben Goldmedaillen.

Weitere Infos auf der Internetseite des Schweizerischen OL-Verbandes swiss orientieering

Bilder
Erstes Bild: Sieben Medaillen waren die stolze Ausbeute für die Schweizer Teilnehmenden an der diesjährigen OL-WM in Tschechien: Sabine Hauswirth, Simona Aebersold and Elena Roos (vorne von links), Florian Howald, Matthias Kyburz, Martin Hubmann and Joey Hadorn (hinten von links). Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy Steinegger
Zweites Bild: Das Herren-Podest über die langdistanz; links Matthias Kyburz mit der Silbermedaille. Foto: swiss-image.ch + swiss orienteering / Remy Steinegger

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