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Ratgeber

MLaw Pascal Messerli
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Erbrechtsrevision, was hat sich geändert?
Zu Beginn eines Jahres treten jeweils die vom Parlament oder von der Stimmbevölkerung beschlossenen Gesetze in Kraft. In diesem Jahr hat insbesondere das neu revidierte Erbrecht für Schlagzeilen gesorgt, welches am 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist.
Die verstorbene Person (Erblasser) wird in Zukunft mehr Handlungsspielraum beim Vererben haben. Während die Pflichtteile für die Eltern eines Erblassers ganz wegfallen, betragen die Pflichtteile der Nachkommen nur noch ½ statt zuvor ¾ des gesetzlichen Erbanspruchs. Die Pflichteile der Ehegatten bleiben hingegen unverändert. Dazu ein kleines Beispiel zur Veranschaulichung:
Der Ehegatte stirbt, hinterlässt seine Ehegattin, einen Sohn und eine Tochter sowie ein Vermögen von 100 000 Franken. Nach bisherigem Recht beträgt der Pflichtteil der Ehegattin 25 000 Franken (½ ihres gesetzlichen Anspruchs) und der Pflichtteil des Sohnes und der Tochter jeweils CHF 18 750.00 (¾ des gesetzlichen Anspruchs). Der Erblasser konnte in diesem Fall also immer nur über 37 500 Franken frei entscheiden.
Mit dem per 2023 revidierten Gesetz wird die frei verfügbare Quote höher. Während der Pflichtteil der Ehegattin unverändert bleibt, beträgt der Pflichtteil der Tochter und des Sohnes nach neuem Recht im oben genannten Bespiel jeweils nur noch 12 500 Franken. Der Erblasser kann vorliegend also insgesamt über 50 000 frei verfügen.
Mit dieser Gesetzesänderung ist es also möglich, dass der Erblasser in Zukunft höhere Beiträge beispielsweise an gemeinnützige Institutionen (wie Tierstiftungen und dgl.) vererbt. Das Erbrecht galt lange als Rechtsgebiet mit sehr starren Vorschriften. Die erhöhte Lebenserwartung führt dazu, dass auch die Erben immer älter werden und das Erbrecht den ursprünglichen sozialen Grundgedanken – den Kindern etwas hinterlassen, um ihnen einen guten Einstieg ins Erwachsenenleben zu ermöglichen – in vielen Fällen verloren hat. Unter anderem deshalb werden mit der neuen Gesetzesrevision die starren Regeln etwas aufgebrochen und dem Erblasser mehr Möglichkeiten zugesprochen.
In diesem Kontext wird häufig die Frage gestellt, ob bereits verfasste Testamente ihre Gültigkeit verlieren. Grundsätzlich behalten alle Testamente auch mit der Gesetzesrevision ihre Gültigkeit. Allerdings ist es im Einzelfall möglich, dass Formulierungen im Testament im Zusammenhang mit der Gesetzesänderung widersprüchlich sind und deshalb der Wille des Erblassers durch Auslegung ermittelt werden muss. Folgende Dinge sollten deshalb im Hinblick auf die Gesetzesrevision aber auch generell beachtet werden:
- Generell müssen die Formvorschriften für ein Testament eingehalten werden. Ein handgeschriebenes Testament muss das Datum und die Unterschrift beinhalten.
- Wenn im Testament Pflichtteile erwähnt werden, dann sollten diese Punkte mit dem neuen Gesetz abgestimmt werden.
- Kümmern Sie sich frühzeitig um diese emotionale Angelegenheit, auch wenn niemand gerne an seinen eigenen Tod denkt.
Wenn Sie ein neues Testament abfassen möchten, ein bereits geschriebenes Testament überprüfen lassen und ggf. abändern möchten oder wenn Sie andere erbrechtliche Fragen haben, dann nehmen Sie doch mit uns Kontakt auf. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Übertriebener Nachhaltigkeitswahn
Umwelt und Nachhaltigkeit waren und sind für mich schon lange ein Thema. Keine kurzfristigen Überoptimierungen und die längerfristige Perspektive, das ist schon lange mein Credo. Auch zur Natur schauen, sollte normal sein. «Nachhaltig» ist jedoch aus meiner Sicht zum völlig überstrapazierten Modewort geworden oder wie ich kürzlich in der NZZ gelesen habe, zur Worthülse verkommen. Die westliche Welt (vor allem Europa) scheint nun total dem Wahn zu verfallen. Beispiel: Kürzlich sind die Depotauszüge von Banken gekommen. Da wird nicht nur nach Anlagekategorien unterschieden, Performance berechnet. Nein, jetzt wird versucht (!), alle Anlagen auch noch in ein Nachhaltigkeitschema zu pressen und Anlagen nach Treibhausgasen und zur Nachhaltigkeit gemäss UNO zu beurteilen. Ich habe nichts gegen eine Sensibilisierung von Kunden. Hier wird aus meiner Sicht aber total übertrieben und dem Kunden teilweise ein falsches Bild vermittelt. Was da an Geld und Ressourcen dafür verschwendet wird, will ich gar nicht wissen. Schlussendlich zahlt es sicher der Kunde. Das Ganze nimmt für mich schon fast schizophrene und scheinheilige Züge an. Dass etliche Ratings «sauber» gewaschen wurden und dass viele Produkte gar nicht richtig bewertbar sind und so schlussendlich das Schlussresultat kaum richtig aussagekräftig ist, spielt da kaum eine Rolle. Hauptsache man hat es genau nach Vorschriften gemacht. Der gesunde Menschenverstand, kritisches Denken und der schonende Umgang mit Ressourcen (nicht nur mit Rohstoffen!) gehört für mich da auch dazu. Wir müssen aufpassen, dass wir vor lauter Bäumen den Wald noch sehen oder auch umgekehrt. Die Klimaerwärmung ist ein wichtiges und vor allem globales Problem. Aber Putin hat kaum vor dem Ukraine-Krieg noch alle Panzer und Raketen mit einem Katalysator aufgerüstet und die Fahrzeuge fahren kaum mit Oeko-Sprit und die Probleme werden auch durch ein paar zusätzliche Nachhaltigkeitsseiten millionenfach in Farbe ausgedruckt, kaum nachhaltig besser. Etwas Mässigung in allen Belangen hätte viel mehr Wirkung als dieser Wahn!

Zinsmarge steigt, Spesen bleiben
Fast alle Banken hatten mit den Minuszinsen und der dadurch sinkenden Zinsmarge ein Ertragsproblem. Dieses wurde teilweise mit zusätzlichen Spesen für fast jeden Bleistiftstrich zu kompensieren versucht. Die Zinssituation hat sich nun stärker entspannt, die Spesen sind bis jetzt aber geblieben. Die Gesamtkostensituation im Auge zu behalten, wird ein wichtiger Faktor in der Anlagetätigkeit bleiben. Alles einfach unbesehen zu akzeptieren, ist kaum die Lösung.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Darmgeschichten 5:
In diesem Ratgeber möchten wir einige Fachbegriffe definieren (wir gehen dabei nur auf den Menschen ein):
Mikrobiom: Damit wird die Gesamtheit aller mikrobiellen Gene der Mikroorganismen, die den Menschen besiedeln, bezeichnet. Unsere gesamte Oberfläche wie auch unsere Innenräume (Mund, Lunge, Darm, um die bekanntesten zu nennen) sind besiedelt. Dieses Mikrobiom besteht zum grössten Teil aus Bakterien, aber auch aus Pilzen und Viren. Es ist bei jedem Menschen einzigartig. Der Begriff stammt vom amerikanischen Nobelpreisträger Joshua Lederberg. Er hat den Nobelpreis 1958 mit G.W. Beadle und E. Tantum für Physiologie und Medizin erhalten. Dafür hat er sich intensiv mit der Genetik von Bakterien befasst. Er hat als einer der Ersten erkannt, dass das Mikrobiom ein Teil des menschlichen Stoffwechsels ist. Seit 2007 wird das menschliche Mikrobiom im Rahmen des amerikanischen «Human Microbiom Project» und des europäischen «MetaHit» Projektes intensiv erforscht. Seither sind über 50 000 wissenschaftliche Publikationen zu diesem Thema veröffentlicht worden.
Darmmikrobiom (oder früher sprach man von der Darmflora): Das ist die Gesamtheit der den Darm besiedelnden Mikroorganismen. Mittlerweile sind tausende von verschiedenen Bakterienarten bekannt, die sich in vier Hauptstämme aufteilen lassen: Bacteroidetes; Firmicutes; (diese beiden Stämme bilden über 90% der Darmflora); Actinobacteria; Proteobacteria.
Die Anzahl und Unterschiedlichkeit der Mikroben nehmen vom Magen bis zum Dickdarm kontinuierlich zu. Im Magen gibt es einzelne «Bakterien-Klumpen», im Dickdarm befindet sich ein dichter, durchgehender, einheitlicher Film.
Die unterschiedliche Anzahl der Bakterien nimmt im Laufe des Lebens zu. Das Neugeborene erhält während der Geburt die erste grosse Dosis von mütterlichen Bakterien. Bis zum Alter von drei Jahren nimmt die Diversität zu, um sich dann einigermassen zu stabilisieren. Im Alter, so ab 60 Jahren, nimmt sie wieder ab.
Bei einem Erwachsenen kann das Mikrobiom ein Gewicht bis zu 2 kg erreichen. Es ist damit vergleichbar dem Gewicht anderer Organe. Die bisherigen Forschungsergebnisse prognostizieren einen bedeutenden Einfluss auf unseren Stoffwechsel und unser Immunsystem. Es bestehen auch Zusammenhänge zwischen einer veränderten Darmflora und diversen Erkrankungen. Ob diese Zusammenhänge ursächlich sind, wird aktuell weltweit erforscht. (Das würde bedeuten, dass eine Veränderung der Darmflora eine Verbesserung der Krankheitssituation bewirkt.) Es besteht die begründete Hoffnung, dass eine gezielte Veränderung des Darmmikrobioms, z.B. durch die Einnahme von Darmbakterien, ein Ansatz zur Prävention und Therapie vieler Erkrankungen sein wird!
Probiotika: Das heisst übersetzt «für das Leben». Damit sind z.B. Präparate gemeint, die lebensfähige Bakterien enthalten, die dem Menschen einen gesundheitlichen Vorteil bringen. Die Voraussetzung dafür ist, dass sie in ausreichender Menge in den Darm gelangen. Hochwertige Präparate haben eine nachgewiesene gesundheitsfördernde Wirkung, die eingesetzten Bakterien überleben die Magenpassage und sind im Darm vermehrungsfähig, ihre genetische Stabilität ist belegt (durch die hohe Vermehrungsrate muss sichergestellt sein, dass sich keine schädlichen Varianten bilden können) und sie produzieren schützende Substanzen wie z.B. Milchsäure. Durch die Zufuhr von lebensfähigen Darmbakterien bekommen die eigenen «guten» Darmbakterien Verstärkung und können so das Gleichgewicht positiv beeinflussen. Sie brauchen dazu:
Präbiotika oder Prebiotika: Das sind unverdauliche «Ballaststoffe». Sie dienen u.a. im Dickdarm den Bakterien zur Nahrung. Damit fördern sie das Wachstum und die Ausbreitung der nützlichen Bakterien und hemmen gleichzeitig die Ausbreitung und Ansiedlung von schädlichen Bakterien. Es sind meist Oligosaccharide und Polysaccharide, Fructooligosaccharide (FOS) oder Galactooligosaccharide (GOS). Sie fördern das Wachstum von Bifidobakterien und Laktobazillen, und bringen so einen gesundheitlichen Vorteil für den sie einnehmenden Menschen.
Synbiotika: Das sind Kombinationen aus Pro- und Präbiotika, sozusagen Bakterien mit ihrem Lieblingsfutter. Geschickt ausgewählte Präbiotika schützen die Bakterien vor der Passage durch den Verdauungstrakt und ermöglichen eine optimale Ansiedlung im Darm.
Postbiotika: Darunter versteht man die Stoffwechselprodukte der Bakterien in unserem Darm.
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Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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2022 aus Anlegersicht
Das Jahr 2022 hatte es «in sich». Schon Ende 2021 war absehbar, dass die inflationsfreien Jahre vermutlich der Vergangenheit angehören würden, und so kam es auch. Die Inflation wurde zum Thema, das die Performance massgeblich beeinflusste. Die Zentralbanken weltweit begannen früher oder später, einsichtig oder widerwillig die Inflation zu bekämpfen. Die Zinsen lösten sich vom Null- oder gar Negativbereich und begannen anzusteigen. Länger laufende Obligationen verloren deutlich an Wert, da die tiefen Coupons im Umfeld von nun höheren Zinsen nicht mehr attraktiv waren.
Aber auch die Aktien haben 2022 bekanntlich korrigiert. Erstens sind die in der Zukunft zu erwartenden Dividenden bei höherer Inflation auf heute ‚abdiskontiert‘ weniger wert. Zweitens laufen die staatlichen Corona-Stützungsmassnahmen aus. Drittens verursachen die angestiegenen Zinsen höhere Kosten (dieser Effekt wird aber mehrheitlich erst in den nächsten Jahren einsetzen). Viertens gab es mit dem Ukraine-Krieg und den nachfolgenden Russland-Sanktionen auch auf geopolitischer Ebene Gegenwind für die Zukunftsaussichten der meisten Firmen. Das wohl Wichtigste aber: Nach dem übermässigen Anstieg der Aktienkurse seit der Finanzkrise waren die Bewertungen in schwindelerregende Höhen gestiegen, die Luft für weitere Anstiege wurde richtig dünn.
Während ich diesen Bericht schreibe, ist 2022 noch nicht ganz zu Ende. Die Performance dürfte sich aber nicht mehr allzu gross ändern. Die meisten Aktienmärkte haben im Bereich von -15 bis -20 Prozent verloren und selbst die meist weniger volatilen Obligationenmärkte haben -10 bis -15 Prozent nachgegeben. Umgesetzt in Anlagestrategien hat dies bspw. bei den ausgewogenen Strategiefonds von UBS, CS oder Bär zu einer Jahresperformance 2022 von etwa -15 Prozent geführt.
Aussichten für 2023
Die Inflation scheint zwar den Höhepunkt in den USA und Europa (nicht unbedingt in der Schweiz) hinter sich zu haben und ein Rückgang dürfte folgen. In vergangenen Zeiten hat sich jedoch gezeigt, dass die Inflation, wenn sie erstmal ihre hässliche Fratze gezeigt hat, sich nicht so schnell wieder zurückzog. Das «Inflationsmonster» ist wohl noch nicht besiegt.
Einen Rückgang auf unter 2% (ein Ziel von vielen Zentralbanken) erwarten wir 2023 nicht. Gleichzeitig scheinen die Gewinne der Firmen im Gegenwind zu stehen. Die riesigen u.a. wegen Corona entstandenen Staatsdefizite dürften etwas tiefer ausfallen. Die Steuern scheinen derzeit in den meisten Ländern nicht gesenkt zu werden. Die Zentralbanken sind erstmals seit Jahren nicht mehr ultraexpansiv, sondern beginnen wegen der Inflation langsam aufs Bremspedal zu treten. Wenn die Inflation nicht rasant zurückgeht, werden die Zinsen evt. für längere Zeit höher bleiben. Wir erachten deshalb die Wahrscheinlichkeit für eine Gewinnrezession als recht hoch.
Trotz Rückgang der Aktienkurse im 2022 sind zudem die Bewertungen des US Aktienmarkts – als führender Markt – noch bei weitem nicht günstig. Immerhin haben sie sich von den absurden Rekordniveaus von Ende 2021 etwas gelöst. Wir bleiben deshalb bei einer insgesamt vorsichtigen Einschätzung, haben aber das Aktienuntergewicht etwas abgebaut.
Ich wünsche Ihnen allen ein gesundes und glückliches 2023!


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Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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Wie geht es Ihnen?
Wie geht es Ihnen wirklich? Ein bisschen tiefer: wie geht es Ihnen tief in Ihrem Herzen? In dieser dichten, in dieser bewegten Zeit, in dieser verrückten Welt?
Vielleicht fühlen Sie eine kleine Traurigkeit, fühlen sich alleine oder unverstanden. Oder es gibt einen Teil, den Sie selbst nicht lieben. Vielleicht möchten Sie etwas lieber nicht spüren oder einem bestimmten Thema gerne aus dem Weg gehen. Oder Sie fühlen sich unverstanden und ungeliebt, haben das Gefühl sich ständig anstrengen zu müssen.
Wenn Sie sich fragen: «Wie geht es mir eigentlich?» ist die Frage nahe: «Was fehlt mir gerade?» Sind es materielle Dinge, die Ihnen fehlen? Fehlt es Ihnen an Zeit? An Musse und Entspannung? Oder fehlt es an Verbindung und Liebe? Es lohnt sich ehrlich zu sein und nicht wegzuschauen. Den Schmerz und die Sorgen anzuerkennen, zu fühlen. Oft sind wir verhärtet, verstockt und lieblos uns selber gegenüber oder wir schauen mit einem sehr kritischen Blick auf uns.
Das Thema anschauen heisst: etwas genauer hinzusehen, hinzufühlen, sich damit zu beschäftigen. Dies braucht ein wenig Zeit, einen Moment der Ruhe, um zuzulassen, was da ist. Und zu anerkennen, dass es sich gerade nicht so gut anfühlt. «Es» spüren, ohne Schuldzuweisung, ohne Anklage. Zu merken: Hier komme ich nicht weiter… Wie oft flüchten wir, lenken uns ab, schieben die «Schuld» auf andere und dissoziieren den Schmerz? Freund Alkohol oder das Handy sind dabei nur im ersten Moment vermeintliche Helfer. Denn leider ist das Problem nicht weg, sondern kommt in einer anderen Form zurück. Die unbewussten Schatten tauchen immer wieder auf, so lange, bis sie geheilt sind. Die Lösung kommt daher nicht von aussen, sondern von innen. Es braucht allerdings Mut und Ehrlichkeit da hinzugucken. Wie können Sie liebevoll im Austausch mit den «schwierigen» Gefühlen wie Angst, Wut, Schuld und Scham sein? Und den Unterschied spüren, dass Sie nicht wütend sind, sondern Wut fühlen? Es ist ein Teil von Ihnen, aber nicht das Ganze. Dann können Sie sich fragen: «Was kann ich für dich tun, liebe Wut?» Vielleicht will sie gelebt werden? In Form einer Aktivität? Sie könnten joggen gehen oder auch mal mit dem Kopfkissen auf das Bett hauen, Sie können laut singen oder auch ganz prima die Fenster putzen. Wut ist eine wunderbare Energie, wenn Sie sie nicht gegen sich oder andere Menschen richten. Was können Sie tun, wenn Sie Angst fühlen? Können Sie sich liebevoll Mut zusprechen und die Angst bejahen? Sie hat ja einen guten Grund, dass sie hier ist. Wichtig ist, dass Sie alle Gefühle bejahen, nicht nur die schönen und freudigen. Emotionen brauchen Akzeptanz und Selbstmitgefühl. Wie können Sie auf Ihren inneren Konflikt schauen und sich selbst vergeben? «Auch wenn ich mir dieses Verhalten vorwerfe, achte und schätze ich mich so, wie ich bin» oder «Ich verzeihe mir, dass ich aus guten Gründen nicht anders wollte und dazu stehe ich». Eine solche Haltung gibt ein anderes Lebensgefühl und etwas in Ihnen wird sich aufrichten. Sie dürfen Fehler machen, Sie sind ein Mensch! Und Sie dürfen liebevoll und sanft sein zu sich und Geduld haben.
Ja zu sich selber zu sagen, heisst manchmal auch, Nein zu anderen zu sagen. Sie dürfen Ihre Wahrheit vertreten, ehrlich und echt sein, und sich den anderen zumuten. Zeigen Sie sich verletzlich, zeigen Sie offen, wie es Ihnen geht und auch, was Ihre Bedürfnisse sind. Dies kann freundlich und respektvoll ausgesprochen werden, ohne Drama. Stehen Sie zu sich! Im ersten Moment kann dies auf Widerstand oder Kritik stossen, aber es lohnt sich. Längerfristig können nur so andere Muster und Verhaltensweisen in einer Beziehung verändert werden. Und manchmal merkt man auch, dass eine Partnerschaft oder eine Freundschaft nicht mehr den eigenen Bedürfnissen entspricht oder nicht mehr guttut.
Nicht alle Probleme und Konflikte sind so einfach lösbar. Wie können Sie dennoch im Frieden sein, auch wenn die Wolke schwer und dunkel über Ihnen hängt? Wie können Sie die Sonne trotzdem sehen und spüren?
Bewegen Sie sich, gehen sie so oft wie möglich raus in die Natur, gerade im Winter! Lassen Sie das Handy ruhig zu Hause, gehen Sie auch alleine in den Wald und atmen Sie tief durch. Suchen Sie einen Sinn im Leben: ob in der Religion, in der Spiritualität, in der Ethik, in der Pflege von Angehörigen oder von Haustieren. Es gibt Halt und Sicherheit etwas Sinnvolles zu tun. Berufen Sie sich auf Ihre Stärken und Talente und versuchen Sie jeden Tag echt und ehrlich zu sich selbst zu sein.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen gesegnete Weihnachten und eine wunderbare Zeit mit sich selbst und Ihren Liebsten.

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MLaw Pascal Messerli
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Habe ich Anspruch auf Weihnachtsgratifikation oder Bonus?
Sie kennen den Weihnachtsfilm «schöne Bescherung», in welchem Chevy Chase als Clark Griswold verzweifelt auf seine Weihnachtsgratifikation wartet, um damit den bereits bestellten Swimmingpool für seine Familie zu finanzieren? Oder haben Sie sich schon mal gefragt, ob Sie Anspruch auf einen Weihnachtsbonus haben? In diesem Beitrag werden die Begriffe Lohnbestandteile, Gratifikation und Bonus thematisiert.
Ob und wann eine Vergütung geschuldet wird, ergibt sich sowohl aus dem Arbeitsvertrag als auch aus dem Gesetz. Lohnbestandteile wie beispielsweise der 13. Monatslohn sind immer obligatorisch und bedingungslos an den Arbeitnehmer zu bezahlen. Eine Gratifikation ist hingegen grundsätzlich eine freiwillige, zweitrangige Sonderleistung, die bei bestimmten Ereignissen, also beispielsweise an Weihnachten, bezahlt wird. Der Arbeitnehmer hat nur Anspruch auf eine Gratifikation, wenn dies vereinbart wurde. Eine wiederholte, regelmässige und vorbehaltlose Ausbezahlung der Gratifikation ist jedoch als stillschweigende Änderung des Arbeitsvertrages zu qualifizieren und der Arbeitnehmer kann die Gratifikation geltend machen. Gemäss Bundesgericht ist das der Fall, wenn eine Gratifikation während drei Jahren vorbehaltlos bezahlt wird. Der Arbeitgeber kann diesen Anspruch verhindern, wenn er bei jeder Auszahlung auf die Freiwilligkeit hinweist. Es gilt im Sinne des Vertrauensprinzips jedoch zu beachten, dass bei jahrelanger Auszahlung auch der Freiwilligkeitsvorbehalt zur leeren Floskel verkommen kann und der Arbeitnehmer wiederum einen Anspruch erhält.

Der Begriff «Bonus» ist im Schweizer Recht nicht geregelt. Es muss häufig gerichtlich geklärt werden, ob es sich bei einem Bonus jeweils um einen obligatorisch zu bezahlenden Lohnbestandteil oder um eine freiwillige Gratifikation handelt. Ein Bonus wird als Gratifikation qualifiziert, wenn er im Verhältnis zum Lohn einen zweitrangigen, nebensächlichen Charakter hat. Bei einem niedrigen Lohn kann ein zusätzlicher Bonus relativ schnell relevant für den Arbeitnehmer werden, sodass der nebensächliche Charakter verloren geht und der Bonus als obligatorischer Lohnbestandteil zu qualifizieren ist. Gleiches gilt bei mittleren oder höheren Einkommen, wenn der Bonus im Verhältnis zum Lohn gleich hoch oder sogar höher ist. Mit dieser Auslegung soll der Arbeitnehmer geschützt werden. Diese soziale Schutzfunktion entfällt wiederum bei Topverdienern, wenn der Lohn den fünffachen Medianlohn (mittleres Einkommen) übersteigt.
Ob ein Anspruch auf eine Gratifikation oder ein Bonus besteht, hängt also sehr stark vom Einzelfall ab, insbesondere sind die Bestimmungen im Arbeitsvertrag und die gängige Praxis im Betrieb ausschlaggebend. Da es in diesem Bereich sehr schnell um mehrere Tausend Franken gehen kann, ist es im Zweifel auf jeden Fall ratsam, sich juristische Hilfe zu holen.

Auf was muss geachtet werden:
• Arbeitgeber sollten in Arbeitsverträgen genau definieren, um welche Art von Vergütung es sich handelt und auf die Bezeichnung «Bonus» verzichten.
• Wenn ein Bonus oder eine Gratifikation schon mehrfach ausbezahlt wurde, kann ein Anspruch daraus entstehen.
• Bei tiefen Löhnen ist ein Bonus schnell als obligatorischer Lohnbestandteil zu qualifizieren.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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CS Kapitalerhöhung
Vor rund einem Monat wurde von der neuen Credit-Suisse-Führungsriege über die neue Strategie berichtet und auch über die geplante Kapitalerhöhung. Unserer Meinung nach geht die neue Strategie der CS in die richtige Richtung (das Investment Banking, das a) zu regelmässigen grossen Verlusten geführt hat und b) wohl massgeblich für die unsägliche Bonus-Abzocker-Mentalität verantwortlich war, soll reduziert werden). Allerdings bedauern wir, dass die Massnahmen gemäss unserer Meinung bis jetzt zu wenig rigoros angegangen werden. Die CS nimmt eine Kapitalerhöhung im Umfang von etwa 4 Mia Franken vor. Die Eigenkapitaldecke dürfte damit wieder für einige Zeit ausreichen. Zum Vergleich der Grössenordnungen: Die CS erwartet im laufenden 4. Quartal einen Verlust von bis zu 1,5 Mia. Franken. Mit anderen Worten, die Kapitalaufnahme gibt Zeit, aber diese Zeit muss dann auch wirklich genutzt werden, um die Verlustquellen endlich anzugehen und zu eliminieren. Besser als das Investment Banking stehen bspw. das Schweizer Banking und auch das Wealth Management da, mit regelmässigen Gewinnen. Der CS-Aktienkurs ist dieses Jahr von gut Fr. 9.– auf mittlerweile Fr. 3.– dramatisch eingebrochen. Aufgrund der Kapitalerhöhung wird man als Investor gezwungen, zu entscheiden, ob man seinen Anteil an der CS reduziert (Verkauf der Anrechte) oder die Position an der CS leicht erhöht (Ausübung der Anrechte und Kauf von neuen Aktien zu Fr. 2.52). Selbstverständlich wären auch noch Zwischenstufen möglich. Wir wissen leider auch nicht, ob die CS-Verantwortlichen endlich die Zeichen der Zeit erkannt haben und rigoros einen Kulturwandel einleiten. Wir denken aber, dass die (zu Recht) negative Stimmung gegenüber der CS so stark im Preis drin ist, dass wir dazu raten, bei der Kapitalerhöhung mitzumachen.

Aktienmarkt teilweise zu euphorisch
Kaum scheint die Inflation nicht mehr weiter zu steigen (von rasantem Rückgang kann aber noch absolut keine Rede sein), steigen die Aktienmärkte schon fast euphorisch. Mich würde es sehr wundern, wenn die Inflationsprob­lematik schon «gegessen» wäre. Möglicherweise gibt es nun einen Rückgang von den Spitzenwerten in den USA und im Euro-Raum, aber wirklich gelöst ist die Sache nicht. Nein, nun beginnt auch noch die Lohnspirale zu laufen, was die Teuerung möglicherweise noch länger hoch hält und die Kaufkraft schmelzen lässt. Viele hoffentlich gut gemeinte Politikermassnahmen haben kurzfristig einen dämpfenden Einfluss. Aufgeschoben ist aber nicht aufgehoben. Wenn man diese Massnahmen (notabene zu Lasten von weiteren Schulden) nicht permanent aufrecht erhält (zum Beispiel das 9-Euro-Ticket in Deutschland/Gaspreis-Deckelung), dann kommt der Teuerungsschub einfach später.
Ich wünsche Ihnen einen schönen und gefreuten Advent!

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Darmgeschichten 4: Darmspiegelung
Seit der Darmkampagne der Ärzte und Apotheken vor einigen Jahren ist die Wichtigkeit der Darmkrebsvorsorge der Bevölkerung bewusst.
Wann: Ab dem Alter von 50 Jahren wird eine Vorsorgekoloskopie empfohlen. Bei einer familiären Vorbelastung, wie dem Vorkommen von Dickdarmkrebs in der Familie, kann eine Vorsorge ab dem 20. Lebensjahr sinnvoll sein (mit dem Hausarzt besprechen). Ebenso sind bestimmte Krankheitsbilder ein Grund, dass Ihr Hausarzt eine Darmspiegelung veranlasst: Verdacht auf chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, Blut im Stuhl, unklare Stuhlgangs-Veränderungen wie länger andauernde, abwechselnde Verstopfungen und Durchfälle. Vorgängig wird er eine ausführliche Anamnese erheben: Durch genaues Erfragen der Umstände wie Essverhalten, Gewichtsverlust ohne Diätanstrengung, Schmerzen im Bauchraum etc. und Abhören, Abtasten des Bauches werden Vorerkenntnisse gewonnen. Schnelltests (war damals der Beitrag der Apotheken) können nicht sichtbares Blut im Stuhl bestimmen. Mit einem positiven Ergebnis kann eine Erkrankung vorliegen und man sollte weiter abklären.
Vorbereitung: Der Dickdarm muss vollständig entleert werden, um eine «Behinderung» der Untersuchung durch Stuhlreste auszuschliessen. Man will die Schleimhaut gänzlich beurteilen können. Ihr Arzt klärt vorgängig mit Ihnen, wie Sie mit Ihrer üblichen Medikamenten-Einnahme umgehen (manchmal müssen Blutverdünner abgesetzt werden). Er informiert mit Hilfe eines Merkblattes, wie Sie vorgehen müssen. Es wird normalerweise diese Informationen enthalten: Sie sollten 24 Stunden vorher keine schwer verdauliche Nahrung aufnehmen. Unter schwerverdaulich versteht man, vom Verdauungstrakt nur bedingt zersetzbare Lebensmittel wie: Ballaststoffe, besonders fettreiche oder eiweissreiche Nahrung. Kurz die Lebensmittel, die Probleme verursachen können und zu Blähungen, Durchfall, Sodbrennen oder Verstopfung führen.
Noch ein Wort zu den Ballaststoffen. Sie sind für unser Wohlergehen sehr wichtig, werden aber hauptsächlich von unseren Darmbakterien abgebaut und dazu muss der Darm sie erst einmal beherbergen. Darum sollte man langsam auf Vollkornprodukte umsteigen, damit die Bakterien sich ansiedeln können. Darmbakterien sind Gäste, die nur bleiben, wenn sie sich wohlfühlen.
Unter leichtverdaulichem Essen dagegen versteht man fettarmes Fleisch oder fettarme Wurstsorten, fettreduzierte Milch oder Milchprodukte, Gemüse, Fisch, auch hier eher magere Sorten wie Seelachs, Kabeljau oder Zander. Weissmehl-Produkte wie Teigwaren, weisser Reis die sogenannten «ungesunden» Nahrungsmittel sind jetzt kurzzeitig zu konsumieren.
Ebenfalls sollten alle Nahrungsmittel, die «Körnli» enthalten, bereits einige Tage vorher gemieden werden. Sie bleiben länger an der Schleimhaut haften. Das betrifft auch alle Marmeladen mit Früchten, die Körnli enthalten wie Erdbeeren, Kiwi etc. Natürlich auch diese unverarbeitet.
Die letzte feste Mahlzeit ist das Mittagessen vor der Darmspiegelung. Von da an gibt es nur noch Brühe, Tee und Wasser. Bei allgemeiner Darmträgheit sollte unter Umständen bereits früher mit dieser kurzfristigen Ernährungsumstellung begonnen werden. Der Arzt verordnet Ihnen ein Präparat, das zu bestimmten Zeiten getrunken wird und eine vollständige Entleerung ermöglicht. Normalerweise erhalten Sie je Präparat eine genaue Anweisung, wieviel Sie bis wann getrunken haben müssen. Da das Abführen durchschlagend funktioniert, sollte das WC für Sie in einem adäquaten Rahmen (Weg und Zeit) erreichbar sein. Der Geschmack des Präparates ist eventuell wählbar, und die Temperatur (kalt) kann ebenfalls die Einnahme erleichtern.
Ablauf: Die Untersuchung ist normalerweise völlig schmerzfrei. Eine leichte Sedierung hilft dabei. Man liegt in einer bequemen Seitenlage und der Arzt führt das Koloskop behutsam in den Darm ein. Ein «Aufblasen» des Darmes mittels Luft oder CO2 glättet die Falten und erlaubt eine bessere Beurteilung durch die Kamera. Mittels winziger Zangen können sofort Proben entnommen werden oder Schlingen können Polypen entfernen. Nach einer halben Stunde ist die Untersuchung abgeschlossen und Sie dürfen wieder heim. Durch die Sedierung ist eine Begleitperson hilfreich, Autofahren dürfen Sie selber nicht! Der Arzt wird Ihnen einen ersten Eindruck erklären und eine allenfalls nötige Gewebeuntersuchung veranlassen.
Anschliessend: Die vollständige Darmentleerung hat natürlich einen grossen Einfluss auf die Darmbewohner, die Darmbakterien. Die sind mehrheitlich weg. Eine schnelle Wiederansiedlung mithilfe von Darmbakterien-Präparaten kann zu diesem Zeitpunkt sehr sinnvoll sein. Selbstverständlich werden Sie mit der Nahrung die Bakterien-Vielfalt ebenfalls wieder herstellen, einfach nur viel langsamer. Gesäuerte Produkte wir Bifidobakterien enthaltende Milchprodukte, Sauerkraut etc. helfen da.
Bei Fragen wenden Sie sich an uns oder jede andere medizinischen Fachstelle.

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Christoph Zehnder, eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Machen die westlichen Zentralbanken einen guten Job?
Angesichts der auf ein sehr hohes Niveau angestiegenen Inflation geraten die Zentralbanken in ungewohnte Erklärungsnot. Sie haben zu lange an ihrer ultraexpansiven Geldpolitik festgehalten und gehofft, dass die ansteigende Inflation nur temporär sein sollte. Nun liegt die Inflation teilweise im zweistelligen Bereich, eine Höhe, die in den Industrieländern mehr als 40 Jahre nicht mehr gesehen wurde.
Die Hauptaufgabe der Zentralbanken ist es, für Preisstabilität zu sorgen, also tiefe und stabile Inflationsraten zu erreichen. Dies haben sie offensichtlich nicht erreicht. War es nur Pech, dass unsere Zentralbanken den Inflationsanstieg nicht kommen sahen? Lagen sie wenigstens besser als die Zentralbanken der historisch oft mit höherer Inflation kämpfenden Zentralbanken von Schwellenländern? Leider nein und nochmals nein.
Das folgende Zitat aus dem aktuellen Monatsbericht von quantex.ch, von einem erfolgreichen Fondsmanager, trifft es meiner Meinung nach ziemlich gut: «Als die Inflationsrate im Februar 2021 erstmals nach dem Corona-Crash wieder die Marke von 5 % durchbrach, reagierte die Notenbank entschlossen und erhöhte die Zinsen um 0,75 %. Die Rede ist natürlich von der brasilianischen Zentralbank, nicht den Schnarchnasen des amerikanischen Fed oder der EZB, welche das ganze Jahr 2021 noch mit Träumereien über ‹transitorische Inflation› verbrachten. Erst mehr als ein Jahr später, im März 2022, begann die US-Notenbank mit dem ersten Zinsschritt auf 0,5 %, als die Teuerung bereits 7,9 % erreicht hatte. Die EZB verharrte noch länger im Tiefschlaf und erhöhte die Zinsen erstmals im Juli dieses Jahres aus dem negativen Bereich auf 0% – bei einer Inflationsrate von damals schon 8,6 %.»
Je länger die Zentralbank auf beiden Augen inflationsblind war und zugewartet hat, desto höher ist heute die Inflation: am schlimmsten, wie oben erwähnt, die EZB, wo die Inflation aktuell über 10 % liegt, die USA scheint immerhin den Peak hinter sich zu haben, liegt aber immer noch bei extrem hohen fast 8%. Auf der anderen Seite liegt in Brasilien, um das obige Beispiel aufzunehmen, die Inflation bei etwas über 6 % oder in Indonesien leicht unter 6 %.
Dass der Peak der Inflation in den USA vermutlich hinter uns liegt, ist leider nur ein kleiner Trost. Erstens ist der Schaden der vergangenen Inflation bereits Tatsache (über die vergangenen zwei Jahre hat sich das Preisniveau um fast 15 % verteuert) und zweitens hat sich in der Vergangenheit die Inflation meist als sehr zäh erwiesen. Die FED tut gut daran, die Inflation mit höheren Zinsen für längere Zeit und der Reduktion ihrer Bilanzsumme entschieden zurückzudrängen, auch wenn dies das Wirtschaftswachstum vorerst natürlich bremsen und an der Aktienbörse keinen Anklang finden wird.
Auf der anderen Seite scheinen gewisse Schwellenländer-Zentralbanken aus der Vergangenheit gelernt und die Inflation besser im Griff zu haben. Dies und vor allem die in diesem Jahr noch weiter gesunkenen Bewertungen sprechen unserer Meinung nach für Investitionen in günstige Schwellenländeraktien.

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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Der erste Eindruck: Fakt oder Fake?
Eine Volksweisheit besagt, dass der erste Eindruck, den wir von einem Menschen gewinnen, oft zutreffend und richtig sei. Doch aus Sicht der psychologischen Wissenschaft und der Lebensrealitäten kann diese Sichtweise kritisch hinterfragt werden.
Denn in der Wahrnehmung unseres Umfeldes spielen verschiedene Faktoren eine wichtige Rolle, die den ersten Eindruck bestimmen: Da ist zunächst unser durch Gene angelegtes «Amphibiengehirn», das unbewusst innert kürzester Zeit entscheidet, ob ein bestimmtes Objekt oder Subjekt, eine Situation eher eine Bedrohung darstellt oder harmlos ist, um entweder reflexartig eine Fluchtreaktion oder einen Angriff oder eine neugierige Annäherung hervorzurufen. Im Weiteren spielen ebenfalls unbewusst das Aussehen, der Geruch, die Stimme, die Mimik und Körpersprache, die Kleidung und das Aussehen eine wesentliche Rolle dabei, ob wir einen Menschen als eher sympathisch oder unsympathisch einschätzen. Erscheint uns der Unbekannte / die Unbekannte irgendwie «fremd» oder erinnert er/sie uns bewusst oder unbewusst in irgendeiner Weise an jemanden, mit dem wir schlechte Erfahrungen gemacht haben, so werden wir auch den Neuling eher unsympathisch und abwertend beurteilen.
Ist dieser erste Eindruck einmal gegeben, kommt dann hinzu, dass der Mensch tendenziell weitere neue Informationen so aufnimmt und verarbeitet, dass sie in sein/ihr bestehendes vorgefasstes Bild passen. Wenn mir also jemand unsympathisch erscheint, werde ich später eher nur jene neuen Informationen über ihn/sie aufnehmen, die in meine Überzeugung passen und die positiven Eigenschaften eher ausser Acht lassen. Umgekehrt sehe ich vor allem die positiven Eigenschaften, wenn mir jemand zu Beginn schon sympathisch war und schaue über negative Eigenschaften oder Erfahrungen hinweg. Die vorgefasste Meinung ist dann nur allmählich und schwer zu verändern. Doch wie oft haben Sie sich schon in einem Menschen getäuscht?
Studien haben gezeigt, dass Menschen, die jung, attraktiv, verbal geschickt, intelligent und erfolgreich sind, insgesamt positiver eingeschätzt werden, unabhängig von ihrem Charakter oder ihrem Verhalten! Auch Narzissten und Soziopathen können sehr wohl charmant und gewinnend wirken, obwohl sie kaum zu wahrer Empathie fähig sind. Diese Fehleinschätzung zeigt sich auch in der Verwunderung, dass ein Mensch, der von seinen Arbeitgebern oder Nachbarn als nett, unauffällig und harmlos eingestuft wurde, doch zum Straftäter geworden ist. Kürzlich war in der Presse zu lesen, dass rund die Hälfte der Kinder in der Schweiz von häuslicher Gewalt betroffen seien; mit grosser Wahrscheinlichkeit kennen Sie demnach jemanden, der davon betroffen ist, sei es als Opfer oder als Täter/in.
Auf der anderen Seite gibt es durchaus auch positive Überraschungen bei Menschen, die uns anfänglich eher unsympathisch erschienen sind: Wenn wir die Gelegenheit haben und ihnen die Chance geben, sie besser kennenzulernen, entdecken wir doch «plötzlich» positive Eigenschaften, die wir nicht vermutet hätten. Daraus können wertvolle Beziehungen und tiefe, verlässliche Freundschaften oder auch Liebesbeziehungen entstehen zu Menschen, die zuvor nicht in unser «Beuteschema» gepasst haben.
Das Unbewusste spielt insgesamt in unserer Wahrnehmung und Beurteilung von einer Person oder Situation eine oft grössere Rolle, als wir meinen. Die vermeintlich vernünftigen Argumente und Überzeugungen, die wir in der Beurteilung anführen, sind meist die Folge von unbewussten Prozessen und Gefühlen. Unsere Einschätzung ist nicht so objektiv, wie wir glauben, sondern sie folgt der Richtung, die unsere Gefühle vorgegeben haben.
Es lohnt sich somit, auch unserer eigenen Wahrnehmung und unserem Urteil gegenüber skeptisch zu sein, denn es gibt immer auch eine andere Sichtweise, eine andere Wahrheit als die unsere!

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MLaw Pascal Messerli
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
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Rechtsüberholen, nicht nur auf der Strasse unübersichtliche Verhältnisse!
Nirgends kommen so viele Menschen mit dem Gesetz in Konflikt wie beim Strassenverkehrsrecht. Ob zu hohe Geschwindigkeit, nicht genügender Sicherheitsabstand, falsches Parkieren oder nicht erlaubtes Rechtsüberholen – der ansonsten unbescholtene Bürger macht sich im Strassenverkehr schneller strafbar, als man vielleicht annehmen mag. In diesem Beitrag wird die Problematik des Rechtsüberholens thematisiert: Für den Gesetzgeber und die Gerichte eine schwierige Zangengeburt, für die Fahrzeuglenker nicht nur auf der Strasse unübersichtliche Verhältnisse!
Rechtsüberholen ist gemäss Strassenverkehrsgesetz (SVG) grundsätzlich nicht erlaubt, die linke Spur gilt, wie allen Autofahrern bekannt, als Überholspur. Da der Verkehr auf den Strassen in den letzten Jahren jedoch immer mehr zugenommen hat und Staus zu gewissen Stosszeiten unter der Woche morgens und abends vorprogrammiert sind, ist das Rechtsüberholen auf Schweizer Autobahnen alles andere als eine Seltenheit. Aus diesem Grund mussten sich sowohl die Gerichte als auch der National- und Ständerat in der Vergangenheit häufig mit der Frage auseinandersetzen, welche Formen von Rechtsüberholen strafbar sein müssen und welche nicht. Nachdem das Bundesgericht im Jahr 2016 in einem Grundsatzentscheid die Voraussetzungen für erlaubtes passives Rechtsvorbeifahren präzisierte, regelt das Gesetz seit Januar 2021 ebenfalls explizit den Unterschied zwischen erlaubtem Rechtsvorbeifahren und verbotenem Rechtsüberholen. In Situationen, in denen auf beiden oder auf drei Fahrspuren dichter Kolonnenverkehr herrscht, sich der Verkehr auf der linken Überholspur verlangsamt, auf dieser Spur ein sogenannter Handorgel-Effekt entsteht und auf der Normalspur schneller gefahren werden kann, ist das passive Rechtsvorbeifahren erlaubt. Nach wie vor verboten bleibt hingegen das Rechtsüberholen, also von der linken Spur nach rechts ausschwenken, an anderen Fahrzeugen vorbeifahren und wieder auf die linke Spur einbiegen. Dies wird aber neu nur noch mit einer Ordnungsbusse bestraft.
Wann ein konkretes Rechtsüberholen strafbar ist, muss auch bei den neuen Regelungen im Einzelfall geprüft werden. Dabei stellt sich bei jeder Situation die Frage, ob beispielsweise dichter Kolonnenverkehr und der Handorgel-Effekt auf der linken Spur vorhanden sind. Zudem sind juristische Grauzonen zwischen Rechtsüberholen und Rechtsvorbeifahren vorprogrammiert, je nachdem, wie einzelne Fahrspurenwechsel mit einem Rechtsvorbeifahren in Gesamtzusammenhang gebracht werden. In solchen Fällen lohnt es sich auf jeden Fall, frühzeitig juristische Hilfe in Anspruch zu nehmen.
Was sollten Sie beachten:
– Überholen Sie auf der Autobahn andere nur rechts, wenn die Verkehrssituation nichts anderes zulässt und man effektiv auch von einem grossen Verkehrsaufkommen und Kolonnenverkehr sprechen kann.
– Unterlassen Sie die Kombination nach rechts ausschwenken, vorbeifahren, und nach links wiedereinbiegen innert kurzer Zeit bzw. wenigen 100 Metern gänzlich.

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