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Ratgeber

Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Ölaktien völlig aus der Mode
Die Börsenbewertungen der grossen Ölkonzerne wie Royal Dutch Shell, Exxon, BP oder Total sind völlig im Keller. Die Aktien sind sehr günstig zu haben, stossen aber auf wenig Interesse. Sind das Vorzeichen, dass Öl in Zukunft keine Rolle mehr spielt oder die Firmen in Zukunft keine Gewinne mehr schreiben? Unbestritten hat Corona zu einem nachlassenden Ölverbrauch geführt. Nicht nur die Luftfahrtindustrie braucht aktuell weniger Energie und oftmals reagieren einige Produzenten auf sinkende Preise mit einer gesteigerten Produktion, um Ausfälle teilweise zu kompensieren, was zusätzlich eine Negativ-spirale auslösen kann. Ich persönlich glaube, dass Öl noch länger eine sehr wichtige Rolle spielen wird. Natürlich werden die Sparbemühungen und die Umstellung auf Strom in einigen Bereichen die Nachfrage nach Öl schmälern. Aber woher soll der ganze Strom kommen, wenn in 10 – 20 Jahre fast alle Atomkraftwerke auf dieser Welt an ihre Altersgrenze kommen? Es wird noch sehr lange einen Energiemix brauchen und fossile Brennstoffe werden uns noch mehrere Generationen begleiten, ob wir das wollen oder nicht. Ein anderer Grund für den Preiszerfall der Aktien könnte sein, dass man aktuell vor allem auf Wachstumsaktien mit Phantasie (vor allem im Technologie- und Pharmabereich) setzt. Da ist ein Ölkonzern doch einfach langweilig und wird abgestossen. Dass aber gerade «langweilige» Firmen längerfristig interessant sind, wird dann oft vergessen. Persönlich bin ich überzeugt, dass Energie auch in Zukunft ein sehr wichtiges Thema bleibt und der Markt im Moment Einstiegs- oder Aufstockungschancen bietet. Dafür braucht es eine längere Durchhaltefähigkeit.

Value Aktien kommen nicht vom Fleck
Die Börsen boomen trotz Corona. Die unendliche Liquidität, welche die Zentralbanken geschaffen haben, führt zu einem Anlagenotstand. Sehr viele Aktien haben ihre Verluste vom März schon längstens wieder wettgemacht. Über Jahrzehnte war der Value-Ansatz (in Schwächephasen günstige unterbewertete Aktien zu kaufen und zu halten) allen anderen Anlageansätzen mit temporären Unterbrüchen immer wieder überlegen. Nun kommen viele dieser Aktien (auch wie oben beschriebenen Ölfirmen) nicht vom Fleck und sind verhältnismässig günstig bewertet. Ist dieses Mal alles ganz anders? Setzt sich eine Momentum- oder Wachstumsstrategie definitiv durch und verändert sich die Firmenlandschaft total? Ich persönlich zweifle sehr stark daran. Die überwunden geglaubte Schwerkraft ist immer wieder zurückgekommen und Bewertungsphantasien können sich sehr, sehr schnell wieder in Luft auflösen. Im Moment halte ich mich immer mehr an bodenständige, «langweilige» und vernünftig bewertete Aktien. Die unendliche Phantasie überlasse ich gerne anderen.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Zecken Erkrankungen 2: Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)
Unser 2. Ratgeber ist der seltenen viralen Krankheit gewidmet, die durch den Stich/Biss einer infektiösen Zecke übertragen wird. Im Gegensatz zur Borreliose gibt es keine spezifische Behandlung, aber eine wirksame Impfung.
Das BAG überwacht die FSME seit 1988 im obligatorischen Meldesystem für Infektionskrankheiten. Es zeigen sich grosse Schwankungen (39 bis 332). Die Fallzahlen steigen und zeigen dieses Jahr (Angaben bis Ende Juli) den Höchststand.
Ein Grund dafür ist die Klimaveränderung mit milden Wintern und wärmeren Sommern. Man kann ein Informationsblatt zur Zeckenenzephalitis auf der Homepage des BAG herunterladen.
Die Erkrankung verläuft bei 70 bis 90% ohne Symptome! Ansonsten sieht man 2 Phasen: Beginn mit grippeähnlichen Symptomen, (bei den meisten Erkrankten endet damit die Infektion). Bei 20-30 % setzt die zweite Phase ein: Befall des zentralen Nervensystems (Hirnhaut oder Gehirnentzündung). Der Verlauf ist bei Erwachsenen schwerer als bei Kindern.

Erscheinungsbild/Symptome:
Das FSME-Virus wird beim Biss/Stich aus der Speicheldrüse der Zecke übertragen. Nach 2 bis 20 Tagen treten in der frühen Phase (Dauer 4-6 Tage) Fieber, Kopf-, Gliederschmerzen, Übelkeit und Erbrechen auf. Gelegentlich kommt es zu neurologischen Symptomen wie Sehstörungen. Danach folgt eine kurze Zeit ohne Beschwerden. Bei dem grössten Teil der Patienten 70 bis 80% ist damit die Erkrankung abgeschlossen.
Bei 20 bis 30% der Infizierten kommt es wenige Tage später zu einem zweiten Fiebergipfel mit bis zu 40°C Körpertemperatur. Es treten auch Zeichen einer Gehirn- und Hirnhautbeteiligung auf. Das sind z.B. starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit Lichtempfindlichkeit, Schwindel, Sprech-, Gehstörungen und Lähmungserscheinungen. Diese Erscheinungen können mehrere Monate andauern. Glücklicherweise kann es selbst nach schweren Verläufen zur völligen Ausheilung kommen. In dieser 2. Phase kommt es bei der Hälfte der Patienten zu einer Hirnhautentzündung. Andere leiden zusätzlich unter einer Entzündung des Gehirnes mit schweren Bewusstseinsstörungen und Lähmungen hin bis zur Atemlähmung. Bei 1 bis 2 % führt die Erkrankung zum Tod.

Behandlung:
Wie bereits gesagt, gibt es keine ursächliche Behandlung. Es können nur die Symptome gelindert werden. Bettruhe und allenfalls Schmerzmittel werden in den «einfacheren» Fällen gegeben, intensivmedizinische Betreuung bis zur Beatmung braucht es bei den schlimmen Verlaufsformen.

Vorbeugung:
Die allgemeinen vorbeugenden Massnahmen sind immer an erster Stelle zu nennen. Daher gilt: adäquate Kleidung tragen, Repellentien = Zeckenabschreckende Sprays anwenden und Impfen!
Da bei Kindern ein milderer Verlauf beobachtet wird, gelten die Impfempfehlungen erst ab 6 Jahren.

Impfen:
Gemäss BAG ist die ganze Schweiz mit Ausnahme der Kantone Genf und Tessin FSME-Risikogebiet. Eine gute Zeit zum Impfen ist logischerweise in den Wintermonaten (keine Zeckenaktivität). Die Grundimmunisierung erfordert 3 Injektionen (ein zeitlich begrenzter Schutz existiert bereits nach der 2. Injektion). Die ersten beiden Impfungen werden im Abstand von einem Monat verabreicht, die 3. (je gewählter Impfstoff) 5 bis12 Monate später. Auffrisch-Impfungen werden alle 10 Jahre empfohlen. Nebenwirkungen sind selten und verschwinden in der Regel nach 1 bis 2 Tagen (Rötung, Schmerz und eine kleine Schwellung bei der Einstichstelle). Die Kosten werden von der Grundversicherung übernommen, bei beruflicher Notwendigkeit (Förster, Waldarbeiter u.a.) bezahlt der Arbeitgeber.

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
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Flashback an DotCom-Bubble-Zeiten
Aktuell fühle ich mich an die wildesten Zeiten der DotCom-Bubble um die Jahrtausendwende erinnert. Nicht die Gewinne zählen, nicht die Umsätze, nicht plausible Aussichten und Geschäftspläne, sondern nur die Story. Zum xten Mal kommt eine Schlagzeile, dass eine Firma Fortschritte mit Corona-Impfstoffen gemacht hätte, und treffsicher steigt der Gesamtmarkt zu neuen Allzeithöchstständen und der Aktienkurs der betreffenden Firma explodiert.

Nochmals Tesla…
Es muss aber nicht unbedingt Corona sein, es gibt auch andere Storys, die die Story-Tellers explodieren lassen. Ich habe im letzten Ratgeber die Firma Tesla erwähnt, die erstmals die Kapitalisierung von 300 Milliarden USD übertraf. Fünf Wochen später und die Kapitalisierung steht bereits bei über 400 Milliarden. Was sind die News? Zu den Geschäftsaussichten gibt es keine nennenswerten Neuigkeiten. Was allerdings bekannt wurde, ist, dass die Aktie einen 5:1-Split vornimmt und der psychologisch teure Preis von aktuell rund 2100 USD pro Aktie wieder runterfällt auf 420 USD. Dass solche finanztechnischen Neuigkeiten, welche auf den Firmenwert null Einfluss haben, den Aktien­preis so stark steigen lassen, erinnert mich stark zurück an die Jahrtausendwende mit den damaligen Übertreibungen der NewMarkets und DotCom-Titeln. Die damalige Party hat vielen Anlegern im Nachgang massive Kopfschmerzen gemacht.

… oder Apple
Wir können auch Apple anschauen. Vor zwei Jahren war Apple die erste kotierte Firma, die eine Marktkapitalisierung von USD 1000 Milliarden übersteigen konnte. Letzte Woche nun wurde bereits die Marke von 2000 Milliarden geknackt und aktuell stehen wir nochmals lumpige 164 Milliarden innert weniger Tage höher (was betragsmässig etwa drei Viertel von Novartis entspricht!). Haben sich die Umsätze und Gewinne in dieser Zeit ebenfalls verdoppelt? Von Verdoppelung keine Spur, nicht mal ein richtiger Anstieg. Von 2018 auf 2019 sanken gar Umsatz und Gewinn, die Erwartungen für dieses Jahr sind immerhin wieder etwas höher. Im Vergleich zum Rekordjahr 2018 wird bis 2020 ein Wachstum im einstelligen Pro­zentbereich erwartet. Rechtfertigt das eine Verdoppelung des Aktienpreises ab bereits damals notierten Höchstständen? Übrigens auch Apple nimmt einen Aktiensplit vor...

Tages- oder Jahresveränderungen?
Letzten Mittwoch hat Facebook um +8% zugelegt, es gab keine Firmennews. Ebenfalls letzten Mittwoch hat Netflix um +11% zugelegt, Neuigkeiten zur Firma ebenfalls Fehlanzeige. Waren das Gegenbewegungen zu übertriebenen Kurseinbrüchen davor? Im Gegenteil, bereits davor standen diese Aktien auf oder in der Nähe von ihren Höchstständen.

The trend is your friend until it bends
Dass in jedem Umfeld einzelne Titel massiv zulegen können, ist nichts Neues. Dass aber trotz des durch die Lockdown-Massnahmen ausgelösten Rückgangs der Realwirtschaft auch der Gesamtmarkt sich so stark zeigt (in den USA hat nicht nur der Technologie-Index Nasdaq, sondern auch der marktbreitere SP500 neue Allzeithöchststände erreicht), ist schon sehr erstaunlich. Der Trend ist dein Freund, bis er bricht. Dieses Börsen-Sprichwort hat, gerade wenn der Trend so stark und langanhaltend ist wie derzeit, Hochkonjunktur. Niemand weiss, wie lange der Trend noch weitergeht. In der Vergangenheit hat dies immer mit einem grösseren Kater für unvorsichtige Anleger geendet. Es bleibt die uralte Frage: Wird es diesmal anders sein?

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lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
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Streit am Gartenzaun
Wachsen Bäume zu nahe an der Grundstücksgrenze, kann das zu Streit mit dem Nachbarn führen. Bei der Bepflanzung des Gartens sind die Regelungen von Kanton zu Kanton sehr unterschiedlich. Neben dem Abstand zur Grundstücksgrenze sind oft auch die Maximalhöhen der Pflanzen in den kantonalen Einführungsgesetzen zum Zivilgesetzbuch geregelt. Im Kanton Aargau müssen beispielsweise Nuss-, Kastanien- und andere Bäume mit einer Höhe über 12 m in einem Abstand von 6 Metern zur Grundstücksgrenze gepflanzt werden. Werden die vorgeschriebenen Abstände bei der Anpflanzung von Bäumen in der Nähe der Grundstücksgrenze ignoriert, hat das schon zu so manchem Nachbarschaftsstreit geführt. Leider können sich Nachbarn nicht immer gütlich einigen, weshalb oft rechtlicher Beistand beigezogen und der Rechtsweg beschritten wird.
Wer sich gestört fühlt, sollte prinzipiell nicht zu lange mit einer Beschwerde zuwarten, denn in den meisten Kantonen unterliegt der Beseitigungsanspruch einer gewissen Verjährung. Im Kanton Aargau ist gesetzlich zwar keine Verjährung dieses Anspruchs vorgesehen. Allerdings verwirkt der Anspruch gemäss ständiger Praxis des Aargauischen Obergerichts bei einer widerspruchslosen Duldung der Verletzung der Abstandsvorschriften nach 30 Jahren. Dies ergibt sich aus dem Erfordernis des Rechtsschutzinteresses bzw. aus dem Verbot des Rechtsmissbrauchs. Konsequenz daraus ist aber auch, dass diese 30-jährige Verwirkungsfrist bei einem Wechsel der Eigentümerschaft des Grundstücks von neuem zu laufen beginnt. Wer also neu Eigentum an einem Grundstück erwirbt, kann die Beseitigung von Bäumen auf dem Nachbargrundstück, die im Unterabstand zu seinem Grundstück stehen, verlangen, auch wenn diese Bäume bereits seit einem halben Jahrhundert oder gar länger dort stehen.
Als Anwalt informiere ich Ratsuchende, die ihren Garten bepflanzen wollen, zuerst über die Rechtslage in ihrem Kanton. Aus-serdem rate ich ihnen, den Abstand, wenn möglich, etwas grösser zu wählen, um Streitigkeiten aus dem Weg zu gehen. Stehen dagegen die Bäume des Nachbarn zu nah an der Grenze, empfehle ich, diesen erst einmal höflich darum zu bitten, den Baum auf den passenden Abstand zurückzusetzen. Oftmals macht nämlich der Ton die Musik und ein Nachbarschaftsstreit kann so vermieden werden. Hilft aber alles nichts und weigert sich der Nachbar, den gesetzlichen Zustand freiwillig herzustellen, bleibt letztlich nichts anderes übrig, als den Anspruch auf Beseitigung gerichtlich durchzusetzen.


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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Zecken Erkrankungen 1: Lyme Borreliose
Es handelt sich dabei um eine bakterielle Erkrankung. Sie wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi oder durch verwandte Borrelien aus der Gruppe der Spirochäten übertragen. In unseren Breiten wird sie meistens durch den Biss einer infizierten Zecke ausgelöst, die menschliches Blut saugt. Laut BAG sind rund 5 bis 30% (stellenweise bis zu 50 %) der Zecken mit dem Bakterium infiziert. Daraus «errechnet» das BAG die Zahl der jährlich Erkrankten (ca. 10 000 Personen).
(Es gibt auch Anzeichen, dass fliegende Insekten wie Pferdebremen oder Steckmücken die Erkrankung auslösen könnten.)
Der Name der Erkrankung kommt von dem Ort, an dem erstmalig ein gehäuftes Auftreten von Krankheitssymptomen in Verbindung mit Zeckenbissen beschrieben wurde: 1975 in Amerika im Ort Lyme. Und aus der Bezeichnung der Erregerfamilie, die nach dem französischen Bakteriologen Amédée Borrel benannt ist. Der Name des Bakteriums stammt vom amerikanischen Bakteriologen Willy Burgdorfer (Ihm gelang der Nachweis dieser Borrelienart aus der Zecke).
Infektion:
Eine Borrelien-Infektion ist erst nach einer Verweildauer der erwachsenen Zecke am Körper nach ca. 16 Stunden wahrscheinlich. Zeckenlarven übertragen in der Regel die Krankheit nicht. Laut BAG tragen weniger als 1 % Borrelien in sich. Und ganz wichtig: In der Regel verläuft ein Zeckenbiss völlig symptomlos und nur bei 5 % aller Zeckenbisse resultiert eine Borreliose!
Erscheinungsbild:
Es ist leider recht vielseitig. (Wir haben sie im vorhergehenden Ratgeber bereits beschrieben: Wanderröte, «grippeartige Beschwerden etc.).
Die Krankheit verläuft in 3 Stadien:
1. Stadium: Frühstadium:
Nach einer Inkubationszeit (die Zeit zwischen dem Biss und dem Auftreten von ersten Symptomen) von 5 bis 29 Tagen kommt es meist zu einer Lokallinfektion der Haut. Es können aber auch Allgemeinsymptome wir Fieber, Kopfschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl mit Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit auftreten. Der Arzt kann in diesem Stadium mit einer Antibiotikagabe (wichtig ist eine genügend hohe und genügend lange Dosis) behandeln.
BAG: Dauer 1 bis 30 Tage, bei Symptomen (s.o.) zum Arzt!
2. Stadium: (Streuung) des Erregers
Je nach Quelle liest man in der Literatur, dass sich die Erreger nach 4 bis 16 Wochen oder 20 bis 59 Tagen im ganzen Körper ausbreiten. Es werden auch längere Inkubations- und Latenz-Zeiten beschrieben. Die Patienten berichten von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen mit typischerweise starken Schweissausbrüchen. Durch die Ausbreitung im Körper kann es zu einem Befall der Organe, der Gelenke und Muskeln sowie des peripheren und zentralen Nervensystems kommen. Auch in diesem Stadium kann noch mit hochdosierten Antibiotika geholfen werden. (Betonung es kann, es wirkt je nach dem aber nicht wie gewünscht). Die Symptomatik ist schwierig einem Zeckenbiss zu zuordnen!
BAG: Dauer: einige Wochen bis mehrere Monate, Symptome: Rücken- und Nackenshmerzen sowie Missempfindungen und Lähmungen im Gesicht. Auch Gelenkschmerzen können während dieser Phase auftreten, seltener Herz- oder Augenbeschwerden.
3. Stadium: Spätstadium oder Spätmanifestation / post-treatment Lyme Disease Syndrome (PTLDS)
Nach mehreren Monaten oder nach Zeiten ohne Symptome (= Latenzzeit die Monate oder Jahre dauern kann) ist ein Wiederaufflackern der Erkrankung möglich. Es wird ein durch die Infektion ausgelöster Autoimmunprozess in diesem Stadium vermutet.
BAG: Dauer: einige Jahre nach dem Zeckenbiss: Symptome: Hautveränderungen, Gelenkbeschwerden sowie Störungen des Gangs und der Blasenfunktion.
Therapie:
Wie bereits mehrfach angesprochen ist die Antibiotika-Therapie im Frühstadium sehr erfolgreich und damit so wichtig. Während der Streuung des Erregers ist die Antibiotikagabe möglich, aber nicht mehr so erfolgreich. Im Spätstadium verlangt eine Therapie die Zusammenarbeit von verschiedenen Fachdisziplinen. Hier helfen Antibiotika alleine mehrheitlich unzureichend.
Impfstoff:
Leider gibt es keinen Impfstoff gegen diese Krankheit. Wegen der Unterschiedlichkeit der Stämme ist eine Entwicklung schwierig. Ein in den USA zugelassener Impfstoff wurde wegen unerwünschter Wirkungen 2002 wieder vom Markt genommen. Für Tiere (Hunde und Pferde) gibt es in Deutschland einen Impfstoff.
Es gilt daher nach wie vor
Vorbeugen:
- Schützen mit Kleidung und Anti-Zecken-Sprays
- Nach jedem Aufenthalt im Freien, besonders in Waldnähe, Kontrolle des Körpers auf Zecken!

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Teslas beeindruckende Produkte
Im Rahmen eines Geschäftsausflugs zum Tesla Store in Möhlin konnte ich vor ein paar Jahren das damals neue Tesla Modell Probe fahren. Das war ein beeindruckendes Erlebnis, zum einen die unglaubliche Power, zum anderen v.a. auch die enormen technischen Möglichkeiten, insbesondere, was die Fahrerassistenzsysteme angeht. Damals war der Preis für den breiten Markt allerdings um einiges zu hoch, tiefere Preise wurden in Aussicht gestellt.

Teuerster Autohersteller der Welt…
Schnellvorlauf zu heute: Ich habe gestern einen interessanten Kurzabriss zu Tesla von Vitaliy Katsenelson, einem bekannten Value-Investor, in mein Mail bekommen, aus dem ich hier teilweise zitiere. Teslas Marktkapitalisierung hat gerade USD 300 Milliarden übertroffen. Tesla ist damit der (finanziell) grösste Autobauer der Welt, sogar deutlich grösser als Toyota mit ca. USD 200 Milliarden. Tesla produziert allerdings nur etwa 400 000 Autos pro Jahr (Tendenz stark steigend), während Toyota in 2019 fast 19 Mio. Autos produzierte.

… ist als Junk gerated
Während die Marktbewertung von Tesla in Richtung Mond schiesst, bleibt das Schuldenrating bei Junk (Toyota steht bei A+, GM ist BBB). Der grösste Autohersteller der Welt ist Junk-gerated! Alleine das zeigt auf, dass die Bandbreite der möglichen Zukunftsszenarien sehr gross ist und der Aktienmarkt sich für das super-super-positive Szenario entschieden hat.

Potenzial für höhere Margen
Natürlich ist es so, dass Tesla viel mehr Kosten in-house hat und eher ein Tech-Konzern ist als ein Autohersteller. Bullen würden wohl sogar argumentieren, dass alleine das Potenzial zum Selbstfahren Teslas Margen in die Höhe treiben wird.

Hoher Kapitalbedarf…
Als Hersteller von 400 000 Autos pro Jahr hin zu vielen Millionen Fahrzeugen zu gelangen, ist andererseits weder eine leichte noch eine billige Reise. Auch Tesla kann der Realität nicht entkommen, dass es auch viel «Metall biegen» muss, um seine Elektroautos zu produzieren.
Tesla wird enorme Mengen an Kapital brauchen, um seine Produktion vervielfachen zu können. Bereits um weniger als eine halbe Million Autos zu produzieren, wie es heute der Fall ist, brauchte Tesla USD 25 Milliarden Investitionen in seine Sachanlagen.

… und Zeitbedarf
Und dann ist alles auch eine Frage der Zeit. Tesla ist bei etwa 90 000 Autos in den letzten acht Quartalen stecken geblieben. Corona war höchstens die letzten zwei Quartale der Schuldige. Der Weg hin zu selbst nur ein paar Millionen Fahrzeugen pro Jahr wird Zeit brauchen – viel Zeit.

Bewertung nimmt sehr viel positive Zukunft vorweg
Tesla ist heute knapp bei BreakEven, macht also keine grossen Gewinne und wird nicht dutzende, sondern hunderte von Milliarden Dollar brauchen, um seine Produktion genug steigern zu können, um in seine heutige Bewertung reinwachsen zu können. Da ist der heute bekanntgegebene Gewinn von etwas über 100 Mio. fürs zweite Quartal immerhin positiv, bleibt aber ein Klacks im Vergleich zum Kapitalbedarf und auch der Bewertung der Tesla-Aktien.

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Strafbare Verletzung der Pflicht zur Dienstleistung

Strafbare Verletzungen der Pflicht zur Dienstleistung finden sich nicht nur im Militärstrafgesetz (MStG), sondern auch im Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz (BZG) sowie im Zivildienstgesetz (ZDG). Sowohl Armeeangehörige als auch Zivilschützer und Zivildienstleistende machen sich danach strafbar, wenn sie nicht in den Dienst einrücken, obschon sie ordnungsgemäss aufgeboten und in der Lage waren, den Dienst zu leisten und einzurücken. Da es sich bei der Militärdienstpflicht um die primäre und bei der Zivil- oder Schutzdienstpflicht um sekundäre verfassungsmässige Pflichten handelt und es bei der Anwendung der entsprechenden Strafnormen zu vermeiden gilt, dass die Verletzung der sekundären Pflichten ungleich härter bestraft wird als die Verletzung der Militärdienstpflicht selbst, sind die Voraussetzungen der Strafbarkeit dabei nach dem Willen des Gesetzgebers gleich auszulegen.

Bei der strafrechtlichen Beurteilung einer Verletzung der Pflicht zur Dienstleistung muss zwischen den Begriffen Diensttauglichkeit, Dienstfähigkeit und Einrückungsfähigkeit unterschieden werden. Mit der Feststellung der Dienstuntauglichkeit durch die zuständige Behörde (militärärztliche Untersuchungskommission [UC] des Militärärztlichen Dienstes [Mil Az D]), entfällt die Dienstpflicht für die Zukunft. Wird durch diese Behörde zugleich festgestellt, dass der Beschuldigte bereits zum Tatzeitpunkt aus körperlichen oder geistigen Gründen nicht fähig war, den betreffenden Dienst zu leisten, so gilt er als dienstunfähig. Dienstunfähigkeit ist praxisgemäss der Dienstuntauglichkeit gleichzusetzen. Wer also aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, seine Dienstpflicht zu erfüllen, kann diese Pflicht auch nicht verletzen und macht sich folglich nicht der Verweigerung oder des Versäumnisses eines Dienstes strafbar. Unbeachtlich ist dabei, ob ein Dienstverschiebungsgesuch gestellt und ob dieses bewilligt wurde. Der dienstunfähige Täter, der trotz Aufgebot nicht einrückt, erfüllt sodann einen Übertretungstatbestand (Missachtung eines Aufgebots), sofern er im Tatzeitpunkt einrückungs- bzw. reisefähig war. Ein dienstunfähiger Täter, der zugleich einrückungsunfähig war, bleibt straflos. Auch die Einrückungsunfähigkeit kann durch die Behörde festgestellt werden.

Wer sich also aus gesundheitlichen Gründen, bspw. wegen psychischer Probleme oder Suchtproblemen, nicht in der Lage fühlt, einen konkreten Dienst oder generell Dienst zu leisten, der tut gut daran, dies frühzeitig gegenüber den Behörden schriftlich so vorzubringen und entsprechend zu dokumentieren (bspw. mittels eines Zeugnisses des Hausarztes). Die Strafverfolgungsbehörden, sprich der militärische Untersuchungsrichter und der Auditor (beim Militärdienst) bzw. die Polizei und Staatsanwaltschaft (beim zivilen Schutzdienst und beim zivilen Ersatzdienst), sind nämlich bei Zweifeln über die Diensttauglichkeit, Dienstfähigkeit und Einrückungsfähigkeit des Beschuldigten gestützt auf ihre strafprozessuale Untersuchungspflicht gehalten, von Amtes wegen entsprechende Abklärungen beim Mil Az D durchzuführen. Die Diensttauglichkeit bzw. -fähigkeit und Einrückungsfähigkeit können dabei auch rückwirkend und damit für den Zeitpunkt des Nichteinrückens in den Dienst beurteilt werden. Hat der Mil Az D einmal festgestellt, dass der Beschuldigte im relevanten Tatzeitraum sehr wahrscheinlich nicht fähig war, in den Dienst einzurücken und den Dienst zu leisten, dann wird die urteilende militärische bzw. zivile Strafbehörde (Auditor/Militärgericht bzw. Staatsanwaltschaft/Strafgericht) nicht ohne Not von dieser fachmännischen Beurteilung abweichen und das Verfahren mit aller Wahrscheinlichkeit einstellen bzw. den Beschuldigten freisprechen.

Sofern Sie sich seitens der Strafverfolgungsbehörden mit Vorwürfen der Verweigerung oder des Versäumnisses eines Dienstes oder der Missachtung eines Aufgebots zum Dienst konfrontiert sehen und sich aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gefühlt haben, in diesen Dienst einzurücken und den Dienst zu leisten, empfehle ich Ihnen, einen Strafverteidiger beizuziehen, der Ihre Rechte – insbesondere auf Abklärung durch den Mil Az D – durchsetzt und Sie im Strafverfahren auf Augenhöhe mit den militärischen und zivilen Behörden verteidigt.

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Die Bullen kämpfen mit den Bären

Am Montag, 15. Juni, standen die US-Aktienmärkte vorbörslich bei -3%. Bis zum Closing drehten sie ins Plus von +0.8%. Am Dienstagmorgen standen sie vorbörslich weitere +3.0% im Plus. Mit anderen Worten haben sie in 24 Stunden um über +6.5% zugelegt. In den Tagen zuvor waren sie allerdings auch unter Druck gekommen.

So starke Bewegungen gibt es nicht oft, v.a. wenn kaum Neuigkeiten vorliegen (die meist wenigstens im Nachhinein als Begründung herhalten dürfen). Nicht nur einzelne Investoren scheinen offenbar Mühe zu haben, den aktuell plausiblen Kurs einzuschätzen, selbst der Markt en bloc weiss offenbar nicht mehr, was denn der «richtige» Kurs sein soll.

Gewinne und Aktienkurs

Dass Tagesschwankungen nicht vorhergesehen werden können, ist nichts Neues. Etwas besser ist die Trefferquote, wenn man versucht, die längerfristigen Bewegungen an den Aktienmärkten mit der Entwicklung der Realwirtschaft zu erklären. Das ist auch nicht erstaunlich, denn Aktienbesitz bedeutet, dass man einen Teil einer Firma besitzt und eine Firma ist deshalb etwas wert, weil sie Gewinne erzielt, welche wiederum dem Eigentümer gehören. Wenn also langfristig die Gewinne steigen, steigt auch der Wert der Firma. Vergleiche über Jahrzehnte zeigen denn auch, dass die Gewinne langfristig ähnlich stark steigen wie der Kurs des Gesamtmarkts.

Finanzmärkte lösen sich von Realwirtschaft

Diese Relation ist aber in den letzten Jahren aus dem Gleichgewicht geraten. Das Wachstum der Gewinne vermag seit ein paar Jahren nicht mehr mit den starken Kursanstiegen der Aktien mitzuhalten. Viele Marktbeobachter nehmen kein Blatt vor den Mund und sagen, dass die exzessive Geldmengenausweitung der Zentralbanker die Finanzmärkte gefährlich von der Entwicklung der Realwirtschaft losgelöst hat. Fast alle Bewertungsmassstäbe, welche früher als gute Langfristindikatoren getaugt haben, zeigen für den amerikanischen Aktienmarkt ein Ausmass von Überbewertung an, das nur in den extremsten Zeiten vor der Weltwirtschaftskrise oder der Dotcom-Bubble erreicht wurde.

Nehmen wir nur die letzten ein,  zwei Jahre. 2019 haben die meisten Aktienindices 25-30% zugelegt, während die Gewinne praktisch unverändert waren. 2020 dürfte angesichts des temporären Corona-Lockdowns ein klarer Rückgang der Gewinne zur Folge haben. Der amerikanische Aktienindex SP500 hat aber alle Verluste seit Anfang Jahr wieder wettgemacht und steht praktisch unverändert da. Die technologielastige Nasdaq steht sogar auf Allzeithöchst.

Die Marktstrategen erwarten, dass selbst ohne zweite Coronawelle (welche nicht ausgeschlossen ist) das Wirtschaftswachstum im 2021 die Delle im 2020 kaum vollumfänglich wird ausbügeln können. Mit anderen Worten dürfte die Wirtschaft insgesamt Ende 2021 noch nicht einmal ganz dort stehen, wo sie zwei Jahre davor Ende 2019 stand. Wo werden dann die Aktienmärkte stehen? Nochmals 30% höher? Oder kommt eine zweite Verkaufswelle? Wir bleiben vorsichtig.

 

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Neophyten in aller Munde
Als Neo-phyt (= neue Pflanze) gelten ursprünglich gebietsfremde Pflanzen, die nach Kolumbus› Entdeckung von Amerika, also ab 1492, durch den Menschen eingeführt wurden und sich in der freien Wildbahn durchsetzen. Als «invasive Neophyten» bezeichnet man Neophyten, die sich zudem stark und schnell ausbreiten, sodass Lebensräume anderer Pflanzen gestört werden. Wir sprechen also von «invasiven Neophyten», wenn es um die Probleme der Ausbreitung geht.
Beispiele sind der Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), die spätblühende sowie die kanadische Goldrute (Solidago gigantea und canadensis), der japanische Staudenknöterich (Reynoutria japonica) oder die Robinie (Robinie pseudoacacia).
Man versucht, sie mit verschiedenen Mitteln einzuschränken: Sie werden ausgrissen, abgebrannt oder mit Herbiziden behandelt, so dass sie absterben.

Wenn ich im Wald auf eine Goldruten-ausreissende Schulklasse treffe und einer der Jungs sagt mir auf meine Frage, warum sie die Pflanzen ausreissen würden, dass diese eben «böse» seien, dann frage ich mich, ob das pädagogisch sinnvoll ist. Und ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt, Kinder für die Natur zu sensibilisieren und gleichzeitig die neuen Pflanzen in Schach zu halten. Auch wenn es nötig ist, die Neophyten zu reduzieren.
Gehen wir zurück in die Zeit nach 1570, als die Kartoffel, für Europa auch ein Neophyt, in Europa ankam. Man kannte die Kartoffel noch nicht recht, ass die oberirdischen Früchte, was zu Bauchschmerzen und Vergiftungserscheinungen führte. Später ernährt die Kartoffelpflanze Millionen von Menschen. Die kanadische Goldrute wurde 1758 als Zierpflanze auf dem Eurasischen Kontinent eingeführt. Heute ziert sie manche Gärten und wilde Landstriche mit ihren gelben Blütenpyramiden. Die gedämpften jungen Triebe der Goldrute werden wie Spargel serviert und schmecken köstlich. Der Tee der kanadischen Goldrute unterstützt die Nierenfunktion ohne die Nieren zu belasten.

Der eindrücklich grosse japanische Staudenknöterich wurde um 1825 als Viehfutterpflanze eingeführt. Am besten schmecken die dicken jungen Sprosse. Diese werden geschält und können roh oder gekocht wie Rhabarber gegessen werden. Wie beim Rhabarber sollte nicht mehr als eine gute Hand voll pro Person und Tag genossen werden, beide enthalten Oxalsäure. Beim Ernten sollten Sie darauf achten, dass zuvor nicht mit Herbiziden gegen den Staudenknöterich vorgegangen wurde. Denn obwohl die Benützung von Herbiziden wie «Roundup» für Privatpersonen seit 2001 verboten ist, werden sie nach wie vor verkauft und genützt.
Die weissen Blüten der Robinie sind für mich eine absolute Delikatesse im Frühling, auf die ich mich immer freue. Sie schmecken süss und leicht nach Erbsen und ich nasche sie auf Wanderungen direkt vom Baum oder nehme eine handvoll mit zum Frittieren im Bierteig. – Achtung: Die gelben Blüten des Goldregens sehen ähnlich aus, blühen zu ähnlichen Zeit und sind hochgiftig!
Experten sind sich einig: die Neophyten sind zwar kurzfristig dezimierbar, auf die Länge jedoch nicht völlig auszurotten. Vielleicht ginge es also eher darum, einen neuen Umgang mit ihnen zu finden. Mein Plädoyer ist also: Nutzt die Neophyten, wenn sie schon so grosszügig wachsen.

Wenn Sie jetzt inspiriert sind von den Verwendungsmöglichkeiten der Neophyten, pflanzen Sie sich keine in den Garten – es hat ja immer noch genug in Feld, Wald und Wiese! Und bedienen Sie sich hemmungslos.

Die aktuelle «schwarze Liste» der invasiven Neophyten finden Sie unter https://www.infoflora.ch/de/neophyten/listen-und-infobl%C3%A4tter.html

Kurse und Pflanzenwanderungen zur sicheren Bestimmung finden unter www.sonjawunderlin.ch

Fragen richten Sie gerne an:
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Vergessene Guthaben aus der zweiten Säule
Wenn die Pensionierung bevorsteht und Sie endlich mehr Zeit für Hobbys, Reisen und die Familie einplanen möchten, aber vor allem das Rentnerdasein in vollen Zügen geniessen wollen, sollten Sie einige Punkte beachten. Die berufliche Vorsorge ist die zweite Säule der Schweizer Vorsorge. Neben dem, dass Sie im Pensionierungsalter je nach Wunsch lebenslänglich eine Altersrente oder das angesparte Kapital ganz beziehen können, erhalten Versicherte im Pensionierungsalter, sofern sie Kinder haben, für deren Unterhalt sie noch aufkommen müssen, eine Pensionierten-Kinderrente. Und im Todesfall des Versicherten erhalten die Hinterbliebenen (Partner/Partnerin und Kinder) eine Rente und/oder ein Todesfallkapital entrichtet.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass für die entsprechende Berechnung von dem ganzen angesparten Guthaben ausgegangen werden kann. Denn, wer oft die Stelle gewechselt hat und auch nicht mehr ganz genau weiss, wo er überall gearbeitet hat, dem kann es passieren, dass sein Freizügigkeitsguthaben bei der Auffangeinrichtung oder einer anderen Freizügigkeitseinrichtung parkiert ist. Um diese Gelder zu finden, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist eine Anfrage bei der Zentralstelle 2. Säule.

Die Zentralstelle 2. Säule ist die Verbindungsstelle zwischen den Einrichtungen der beruflichen Vorsorge und den Versicherten. Sie soll ermöglichen, dass unterbrochene Kontakte zwischen den Versicherten und den Einrichtungen wiederhergestellt werden können. Wenn Sie nun nach allfälligen vergessenen Pensionskassenguthaben suchen oder Ihnen die Adresse Ihrer Vorsorgeeinrichtung nicht bekannt ist, können Sie bei der Zentralstelle 2. Säule ein kostenloses Gesuch stellen (auch private Firmen suchen danach, dieser Service kostet jedoch). Was Sie wissen müssen, ist, dass Pensionskassen gesetzlich dazu verpflichtet sind, das Guthaben von austretenden Arbeitnehmern an die nächste Pensionskasse zu überweisen. Wenn die Pensionskasse jedoch keine Angaben hat, wohin das Geld überwiesen werden soll, muss sie es nach spätestens zwei Jahren an die Stiftung Auffangeinrichtung BVG überweisen. Dort wird die Freizügigkeitsleistung aufbewahrt, bis der Kontoinhaber sich bei der Auffangeinrichtung meldet. Meldet sich ein Kontoinhaber bis zur Pensionierung nicht, so findet, nach Erreichen des Rentenalters, in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsfonds ein Adressabgleich mit der AHV statt, damit das Guthaben auch dem Berechtigten zugeführt werden kann. Das Geld bekommen Sie also sowieso. Jedoch beeinflusst das bereits angesparte Altersguthaben die Leistungen in der beruflichen Vorsorge. Je mehr Kapital, desto höhere Altersleistungen. Aber auch die Berechnung der Risikoleistungen erfolgt auf Basis des bereits vorhandenen Altersguthabens. Je weniger Kapital vorhanden ist, umso grösser ist die Differenz zu den garantierten Risikoleistungen und umso höher ist die Prämie, die für den Risikoschutz bezahlt werden muss.

Wenn Sie also Ihre Stelle wechseln, sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Pensionskasse, bei der Sie austreten, Ihre Freizügigkeitsleistung an die Vorsorgeeinrichtung des neuen Arbeitgebers überweist. Sollten Sie sich nun nicht sicher sein, ob Sie allenfalls solch ein angespartes Guthaben vergessen haben, können Sie dies, wie bereits ausgeführt, kostenlos bei der Zentralstelle 2. Säule anfragen. Weitere wichtige Infos finden Sie unter: www.zentralstelle.ch. Sie erleichtern der Zentralstelle die Suche, wenn Sie Kopien von Dokumenten beilegen, die Ihre damaligen Arbeitsverhältnisse belegen (AHV-Ausweis, Versichertenausweis zweite Säule, Lohnausweis etc.). Wenn die Zentralstelle vergessene Guthaben von Ihnen findet, werden Sie und die zuständige Vorsorgeeinrichtung informiert.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Alles halb so schlimm? Finanzmärkte sind (zu?) optimistisch
Wenn man die Aktienmärkte anschaut, kommt man zum Schluss, dass die Coronakrise und auch die Unruhen in den USA kaum einen Einfluss auf die Firmengewinne und somit auf die Aktienpreise haben. Die amerikanischen Märkte sind nur noch wenige Prozente unter ihrem Allzeithöchststand. Auch andere Märkte sind bereits wieder euphorisch. Zeigt das die zukünftige Situation, sprich eine sehr rasche Erholung oder kann der starke Anstieg durch die nochmals stark ausgeweitete Liquiditätsflut erklärt werden? Sicherlich war der Einbruch in den Aktienpreisen schnell und sehr stark. Eine grös-
sere Gegenkorrektur kann mit einer Normalisierung der Lage erklärt werden. Darüber hinaus gibt es aber riesige Fragezeichen. Es scheint, dass sich die Finanzmärkte immer mehr von der Realwirtschaft verabschiedet haben. Wenn nur noch Liquidität den Wert bestimmt, dann kommen spezielle Zeiten auf uns zu.

Eigener Verstand und Selbstverantwortung ist ein immer weniger gefragtes Gut
Seit langer Zeit habe ich das Gefühl, dass die Steuerungs- und Planbarkeitsgläubigkeit massiv überhand gewinnt. Bei jeder Krise ertönt überall sofort der Ruf nach Massnahmen und dem Staat. Die Politik versucht dann umgehend zu reagieren und suggeriert dem Volk, alles sei plan-, finanzier- und steuerbar. Genau diesem Glauben ist man im Kommunismus verfallen und dieser hat aus diversen Gründen und trotz interessanten Grundgedanken totalen Schiffbruch erlitten. Das Eingreifen in alle Details mag in einer extremen Krise kurzfristig nötig sein. Dann sollte aber der Staat wieder dazu übergehen, vernünftige Rahmenbedingungen zu schaffen und nur so wenig wie nötig einzugreifen. Unser Fortschritt der vergangen Jahrzehnte verdanken wir nicht der Planwirtschaft, sondern cleveren Ideen und der Motivation vieler Leute, welche ein Problem lösen möchten und sich weiterentwickeln wollen. Dass ein übertriebener Kapitalismus auch seine «Macken» hat, ist längstens bekannt. Der Umkehrschluss aber, ist wahrscheinlich noch viel weniger richtig. Für mich ist erschreckend, wie man aktuell immer mehr das grosse Bild vergessen hat und jedes Detail zu bestimmen versucht. Das sind für mich längerfristig keine guten Tendenzen.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an
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