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Ratgeber

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Ratgeber einmal anders: Die Sirup-Saison beginnt
Mit der Hitze blüht auch der Holunder und die Nachfrage nach Zitronensäure hat begonnen. Es gibt aber auch andere schöne Rezepte, um Sirup herzustellen. Wir bieten Ihnen gute Produkte, um «Kräuter»-Sirupe herzustellen.

Gemäss einem Flyer der Firma Dixa empfehlen wir folgendes Grundrezept:
– 2 kg Zucker
– 40 g Zitronensäure
– 40 g Blüten (was auch immer schmeckt)
– 2 l Wasser
Alle Bestandteile werden gemischt und das kochende Wasser wird zugegeben. Die Mischung wird umgerührt bis sich der Zucker gelöst hat. Das Ganze muss 2 Tage ziehen und wird in dieser Zeit mehrmals täglich umgerührt. Anschliessend wird der Sirup nochmals aufgekocht, dann abgesiebt und heiss in saubere Flaschen abgefüllt. Diese Menge ergibt ungefähr 4 Liter Sirup

Wichtig:
– Das Zucker-Wasser-Verhältnis (mindestens 1:1) muss unbedingt eingehalten werden, damit die Haltbarkeit (mind. 6 Monate) gewährleistet ist.
– Der Zucker kann auch durch die entsprechende Menge Voll-, Braun-, Rohzucker oder Honig ersetzt werden. Allerdings muss man dann bei der Farbe mit «Einbussen» rechnen.
– Die Aufbewahrung erfolgt am besten kühl und vor Licht geschützt (klassisch im Keller), nach Anbruch am besten im Kühlschrank.

Als Aperitifs sind Sirupe sehr beliebt: Mit Prosecco, Weisswein oder einfach Mineralwasser und Eiswürfel ergeben sich köstliche und erfrischende Getränke. Als Anregung geben wir die folgenden 4 Rezepte (im Internet findet sich eine riesige Auswahl an anderen Möglichkeiten):

– Goldmelissen-Hibiskus Sirup: Zubereitung gemäss Grundrezept; 40 g Blüten = 30 g Goldmelisse und 10g Hibiskus Blüten.
– Waldmeistersirup: Wasser mit Zucker aufkochen und auskühlen lassen, ca. 50 g frischen, gewaschenen Waldmeister (oder 15 g getrockneten) beigeben und bis zu 3 Tage ziehen lassen und dabei öfters umrühren. Absieben, heiss in saubere Flaschen füllen und verschliessen.
– Apfel-Lavendel Sirup: Zubereitung gemäss Grundrezept; 40 g Blüten = 30 g Lavendelblüten und 10 g Apfelstückchen
– Beerensirup, klassisch mit Himbeeren, Holunder oder Johannisbeeren: 2 l Wasser aufkochen und über 2 kg Beeren giessen. 24 h stehen lassen dann filtrieren. 2 l Saft zusammen mit 40 g Zitronensäure aufkochen, 2 kg Zucker beifügen und weiter rühren, bis er aufgelöst ist, kurz weiterkochen und heiss in saubere Flaschen abfüllen und verschliessen.
– Thermomix-Ingwer-Sirup: Wer glückliche/r Besitzer/in eines Thermomixes ist, hier noch ein Ingwer-Sirup Rezept: 400g Ingwer entweder geschält oder gut gebürstet in den Mixtopf geben, 6 Sekunden bei Stufe 4 zerkleinern und mit dem Spatel nach unten schieben, weitere 6 Sekunden Stufe 4 zerkleinern. 800 g Zucker und 800 g Wasser zugeben, 4 Sekunden auf Stufe 4 vermischen und 45 Minuten bei 100°C und mit Stufe 1-2 kochen. Danach durch ein feines Sieb giessen in saubere Flaschen (2 a 0,7l) füllen und sofort verschliessen. Kühl und trocken aufbewahrt hält der Sirup ungeöffnet bis zu 6 Monate, geöffnet im Kühlschrank ca. 3 Monate. – Für einen Moscow Mule wird er mit 1 Teil Wodka (1 Teil Ingwersirup) und 2 Teilen Mineralwasser gemischt und mit 2 Gurkenscheiben serviert.

Leben Sie gesund und genussvoll. Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Was ist das Ziel von FIDLEG und FINIG?

Mit der Einführung vom neuen Finanzdienstleistungsgesetz FIDLEG im 2021 und Finanzinstitutsgesetz FINIG im laufenden 2022 kommen sowohl wesentlich höhere zeitliche und administrative wie auch finanzielle Anforderungen auf die Schweizer Vermögensverwalter zu. Ziel dieser beiden Gesetze ist es, den Anlegerschutz zu erhöhen.

Rasenmäher-Methode
Unserer unmassgeblichen Ansicht nach wird mit extrem grossem Aufwand ein extrem kleines Resultat erreicht. Bildlich gesprochen wird mit der Rasenmäher-Methode vorgegangen: Die 90% «sauberen» Vermögensverwalter (von mir aus auch mehr, es geht um das Beispiel) bleiben sauber, die 1% «kriminellen» interessieren die Gesetze nicht und bleiben kriminell, einzig bei den 9% im Graubereich dürfte sich die gewünschte Verbesserung und Erschwerung ihrer grauen Machenschaften zeigen. Bei den 90% «Sauberen» ergeben sich hingegen vorwiegend höhere administrative und finanzielle Aufwände.

Aufwand versus Ertrag: Mehrwert für Sie?
Die höheren Aufwände resultieren nicht nur aus den direkten neuen Rechnungen von Aufsichtsorganisation und FINMA oder beispielsweise auch von den massiv erhöhten Weiterbildungsvorschriften, sondern auch aufgrund der teureren Prüfkosten durch die Revisionsgesellschaften. Jede dieser höheren Rechnungen ist durch den höheren Aufwand dahinter grundsätzlich gerechtfertigt. Trotzdem haben Sie als möglicher Kunde eines Vermögensverwalters unserer Meinung nach von all diesen Kosten leider keinen grossen Mehrwert.
Etwas salopp formuliert: Im Verlauf von 2022 müssen die Schweizer Vermögensverwalter die Zulassung der FINMA bekommen, damit sie weiterhin das tun dürfen, was sie teilweise schon während Jahrzehnten professionell getan haben.
Nicht alles an FIDLEG und FINIG ist komplett überflüssig. Die Gesetze sind gut gemeint, schiessen aber leider über das Ziel hinaus. Wenig klar ist, um wie viel der Anlegerschutz dadurch tatsächlich verbessert wird. Was aber klar wird, ist, dass all dies viel kostet. Dies ist leider vielen unserer Politikern nicht klar.

Hausgemachte Inflation: neue Gesetze und Regulierungen, ausufernde Bürokratie
Inflation kommt also nicht ausschliesslich durch masslose Zentralbanker, Corona-Massnahmen, Ukraine-Krieg, etc. zu Stande, sondern manchmal durchaus hausgemacht durch steigende Regulierungen und Bürokratie...

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

Cora Burgdorfer
dipl. Psychologin
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
www.oekberatung.ch

«SingleNotSorry»
In der Schweiz leben aktuell 36% der Bevölkerung in einem Ein-Personen-Haushalt, in den USA sind bereits mehr als die Hälfte der Bevölkerung Singles. Zeit also, sich Gedanken zu machen zu diesem Zivilstand.
Die meisten Menschen gehen davon aus, dass im Erwachsenenalter das Leben in einer Partnerschaft oder in der Ehe die einzige glückliche Lebensform sei. Fast alle Hollywood-Filme zeigen uns, wie wir, nach mehr oder weniger grossen Turbulenzen, einander gefunden haben und nun endlich glücklich sind, bis dass der Tod uns scheidet. Die Realität sieht anders aus: Fast die Hälfte der Ehen werden geschieden, viele jungen Menschen leben ohne feste Partnerschaft. Oft werden sie bemitleidet, dass sie «Mr. oder Mrs. Right» noch nicht gefunden haben. Viele geschiedene, getrennte oder alleinlebende Menschen tragen das Bild in sich, nicht ganz komplett oder in Ordnung zu sein. Paare bleiben lieber in einer nicht funktionierenden Beziehung, als allein zu sein.
In diesem Artikel soll es darum gehen, wie Sie das Single-Dasein nutzen können, um zu wachsen und sich Gutes zu tun, unabhängig davon, ob sie freiwillig oder unfreiwillig Single sind. Die amerikanische Psychologin Bella De Paulo hat in ihrer Forschung zum Thema Single-Dasein Folgendes festgestellt: Menschen, die allein leben, verfügen über Stabilität und Stärke, haben eine besser entwickelte Persönlichkeitsstruktur und mehr Selbstbewusstsein. Sie haben gelernt, Entscheidungen selbst zu treffen und sind dadurch eigenständiger geworden. Sie gestalten ihr Leben, d.h. sie investieren mehr in die Erfüllung im Beruf, pflegen gute Freundschaften und engagieren sich für ihre Familie. Sie suchen sich Hobbys, die ihr Leben bereichern, und sind kreativ.
So gesehen kann das Single-Leben uns also einiges lehren, auch wenn es auf den ersten Blick nicht sehr verheissungsvoll und erstrebenswert erscheint. Für die meisten Menschen ist die Zeit nach einer Trennung oder dem Verlust eines Partners schwer und fast nicht auszuhalten. Es braucht Geduld, sich an das neue Leben zu gewöhnen. Einsamkeitsgefühle tauchen auf und manchmal auch Panik, dass dieser Zustand nun für immer so bleiben wird. Und so versucht man dem Alleinsein aus dem Weg zu gehen, verplant jede Minute, um ja nicht in diese Gefühlslage zu geraten. Sie empfinden sich als Aussenseiter, fühlen sich selbst als nicht liebenswert und verurteilen sich für ihre Lebenssituation. Viele Menschen kommen in eine Opferhaltung und bemitleiden sich selbst. Gibt es einen Ausweg aus dem Gefühl der Einsamkeit? «Einsamkeit ist eine Gefängniszelle, die sich nur von innen öffnen lässt», lautet ein Sprichwort. Vielleicht hilft die Feststellung, dass Sie mit der Einsamkeit nicht alleine sind! Vielen Menschen geht es jetzt gerade so wie Ihnen. Es ist nichts falsch mit Ihnen und Sie haben nichts falsch gemacht. Auch in einer Beziehung oder in Gesellschaft kann man sich unendlich einsam und unverstanden fühlen. Wenn Sie lernen, diese schwierigen Gefühle auszuhalten, kann Sie fast nichts mehr umhauen. Selbstverständlich können Sie aktiv werden und lernen, Dinge allein zu machen: spazierenzugehen, ins Kino oder ins Museum zu gehen, für sich selber gesund und schmackhaft zu kochen, zu lesen, zu schreiben, kreativ zu werden. Entrümpeln Sie das Haus oder die Wohnung. Räumen Sie auf und weg, richten Sie sich schön ein, so dass es Ihnen richtig wohl ist in Ihrem Zuhause. Suchen Sie neue Begegnungen, kleine Kontakte: «Mikro-Begegnungen» bekommen einen ganz anderen Stellenwert: ein Schwatz im Treppenhaus, ein freundlicher Blick auf der Strasse. Sie können sich ins Quartier-Café setzen und einfach freundlich die anderen Gäste begrüssen. Auch oberflächliche Kontakte können guttun, wenn man sich rechtzeitig wieder verabschieden kann. Sie dürfen nun ganz nach Ihren Bedürfnissen leben. Mit dem Alleinleben merkt man, dass nicht mehr nur ein Mensch alle Bedürfnisse abdeckt, sondern verschiedene: mit einer Person lässt sich gut wandern, mit einer anderen Person tiefe Gespräche führen. Hilfreich kann auch eine neue Betätigung sein, sei das eine ehrenamtliche Tätigkeit oder ein neues Hobby. Es gibt heute so viele Angebote für alle Altersgruppen. Es braucht Mut, etwas Neues auszuprobieren und erst noch alleine. Doch wer etwas versucht, kann verlieren, wer nichts versucht, hat schon verloren! Wenn Sie allerdings noch nicht an diesem Punkt sind, machen Sie es sich zu Hause gemütlich, lernen Sie alleine zu sein. Wer richtig gut alleine sein kann, schafft es auch besser in der Zweisamkeit. Vielleich gefällt Ihnen aber das Single-Dasein immer besser und Sie können von sich sagen: «SingleNotSorry!»

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Patrick Loeb, Advokat
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

(Ver-)Erben will gelernt sein
Bereits in der diesjährigen Januar-Ausgabe haben wir darauf hingewiesen, dass per 1. Januar 2023 insbesondere die Regelungen zu den Pflichtteilen des Erbrechtes revidiert werden. Dass bestehende Testamente deshalb am besten vor diesem Stichtag überprüft und gegebenenfalls angepasst werden sollten, wiederhole ich an dieser Stelle gerne.
Vererben und erben sind eins und oftmals sind sich Erblasser nicht bewusst, dass Dinge, welche für sie alltäglich sind, testamentarisch besonderer Regelungen bedürfen oder eventuell gar nicht mittels Testament geregelt werden können. Wir stellen zum Beispiel immer wieder fest, dass Gewerbler in den Testamenten Elemente regeln wollen, die das Geschäft betreffen. Die Geschäftstätigkeit erfolgt aber meist in einer Aktiengesellschaft (AG) oder in einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH), also in sogenannten juristischen Personen. Juristische Personen haben eine eigene Rechtspersönlichkeit. Der Erblasser kann daher nicht verbindlich bestimmen, wie die AG mit einzelnen Vermögenswerten des Geschäftes verfahren soll. Es ist also zum Beispiel nicht möglich, dass der Transportunternehmer und einzige Aktionär der entsprechenden AG, in welcher er seine Geschäftstätigkeit ausgeübt hat, in seinem Testament bestimmt, dass ein bestimmtes Fahrzeug der AG nach seinem Tode dem langjährigen Mitarbeiter «vererbt» werden soll. Klar, die Erben, welche die AG übernehmen, respektieren eine solche Willensäusserung meist, aber verbindlich ist diese eben nicht. In einem solchen Fall kann man schon zu Lebzeiten des Patrons zum Beispiel das Eigentum am Fahrzeug dem Mitarbeiter übertragen, Halterin mit allen entsprechenden Pflichten bleibt aber die AG. Auch das geliebte Haustier findet sich in vielen Testamenten wieder. Tiere sind seit 2003 (zum Glück) keine Sachen mehr, sie haben aber trotzdem keine eigenen Rechte. Tiere können also keine Erben sein, eine Immobilie zum Beispiel dem Hund oder der Katze zu übertragen, ist nicht zulässig. Weil es aber oft vorkommt, dass Tiere trotzdem in Testamenten als Erben aufgeführt werden, findet sich im Gesetz hierfür eine besondere Regelung. Die Einsetzung eines Tieres als Erben wird als Auflage für die Erben respektive die Vermächtnisnehmer aufgefasst, angemessen für das Tier zu sorgen. Auch hier ist es möglich, dass sich die Erben abweichend zum Testament einigen und die Haltung des Tieres anders regeln, als es die Erblasserin ursprünglich vorgesehen hat.
Die Erben einigen sich in der Erbteilung über die genauen Modalitäten. So kommt es immer wieder vor, dass Geschwister die Beschränkung auf den Pflichtteil des einen Kindes untereinander «ausgleichen», so dass alle gleich viel aus der Erbmasse erhalten. In jedem Fall ist zu empfehlen, dass eine solche Teilungsvereinbarung schriftlich erfolgt. Wenn die Verhältnisse komplex sind, sollte eine Fachperson beigezogen werden. Den Erblassern ist zu empfehlen, eine Willensvollstreckerin zu bestimmen. Diese wird dafür besorgt sei, dass der letzte Wille im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten auch umgesetzt wird.
Gerne beraten wir Sie, wie Sie Ihre Wünsche in Bezug auf Ihren Nachlass unter Berücksichtigung des revidierten Erbrechts bestmöglich umsetzen können, oder prüfen, ob Ihre bisherigen letztwilligen Verfügungen auch unter dem revidierten Erbrecht Ihre Wünsche optimal regeln.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
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Auge (Folge 10)
Wir beenden unsere Serie über die Augen mit einer Art Zusammenfassung. Nämlich:
• Wann soll ich umgehend zum Augenarzt oder auch in den Notfall gehen?
Das ist nicht so einfach zu beantworten. Grundsätzlich sind alle akut auftretenden Veränderungen im Augenbereich eine Abklärung wert.
Alarmsymptome: (von der Website www.augenärzte-aarau.ch)
- Unfälle:
• Verletzungen der Augen durch einen Schlag (Trauma): gleichentags zum Arzt
• Verätzungen oder Verbrennung: sofort unter fliessendem Wasser mindestens ¼ Stunde spülen (dient auch der Kühlung und der Entfernung bzw. der Verdünnung der Substanzen) und dann unverzüglich zum Augenarzt
• Fremdkörper (nicht lange selbst hantieren)
• Lidverletzungen bluten stark; abdecken und abklären
- Akuter Sehverlust:
• Es können verschiedene auch nicht augenbedingte Ursachen dafür verantwortlich sein wie ein Gefässverschluss. Dabei handelt es sich um einen Notfall, der unverzüglich abgeklärt werden muss.
- Sehverschlechterungen: je plötzlicher, desto gefährlicher
• können Begleitsymptome von Problemen wie Durchblutungsstörungen im Gehirn, Migräne, Hirnschlag oder Tumore sein, sie sind ebenfalls je nach Symptomatik zügig abzuklären
- Sehstörungen:
• Wahrnehmen von Schleiern, Blitzen, Farbkreisen, «Rauchschwaden» oder schwarzen Mücken lassen eine Netzhautablösung befürchten
- Notfall!
• Balken-Wahrnehmung könnte eine Blutung sein – Notfall -
• Gesichtsfeldausfall (in einem Bereich des Sehens ist es «schwarz») das kann ein Hinweis auf eine Problematik des Sehnervs oder der Netzhaut sein – Notfall -
- Plötzlich erhöhter Augeninnendruck:
• Er äussert sich mit starken Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen sowie Beeinträchtigung des Sehvermögens – Notfall -
- Rötungen:
• Gerötete Augen kommen häufig vor, sie sind meist kein Notfall, in der Regel genügen befeuchtende Augentropfen (Gründe: generell zu trocken z.B. wegen langer Bildschirmarbeit, es wird zu wenig geblinzelt)
• akute Augenrötungen mit Eiterfluss und Blend-Empfindlichkeit lassen eine Hornhauttrübung als Folge vermuten, besser abklären
- Entzündungen der Augen
• Konjunktivitis entweder bakteriell oder allergiebedingt ist häufig und kann mithilfe von Augentropfen gut therapiert werden
• Bindehaut Blutung oder im Fachjargon Hyposphagma genannt, ist ebenfalls harmlos, auch wenn es gefährlich aussieht; sie ist schmerzlos und verschwindet von allein
• Kontaktlinsenträger: Sie dürfen während einer «Rötung» die Linsen nicht einsetzen, es besteht die Gefahr einer Hornhaut-Entzündung, die zu Sehschäden führen kann!
- Akute Ereignisse bei Säuglingen
• mit Eiterfluss und oder tränenden Augen gehören beim Augenarzt abgeklärt.
- Neu auftretende Doppelbilder oder Schielen
• sollten zügig abgeklärt werden
- Augenschmerzen:
• Siehe Augeninnendruck!
Also was tun?
Kontaktieren Sie zuerst Ihren persönlichen Augenarzt.
Bei dessen Abwesenheit erreichen Sie den Notfall-Augenarzt via Notrufnummer 0900 401 501.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

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Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Geldpolitik und Inflation
Seit der Finanzkrise 2008 ist in der Geldpolitik eine neue Ära angebrochen. Alle wichtigen Zentralbanken weltweit weiteten ihre Geldmengen in davor undenkbarem Ausmass aus.
2011 beschwichtigte der damalige FED-Chef Bernanke, dass diese Massnahmen nur temporär seien und nichts mit verbotener Staatsfinanzierung zu tun hätten: «Eine Monetarisierung würde eine permanente Erhöhung der Geldmenge erfordern, um die Rechnungen der Regierung durch Geldschöpfung zu bezahlen.  Was wir hier tun, ist eine vorübergehende Massnahme, die rückgängig gemacht wird, sodass am Ende dieses Prozesses die Geldmenge normalisiert ist, die Bilanz der Fed normalisiert ist und
es keine dauerhafte Zunahme gibt,  auch nicht bei den ausstehenden Geldern oder in der Bilanz der Fed.»
Wer heute die Entwicklung anschaut, sieht, wie weit weg diese Aussage von jeglicher Realität ist. Von Herbst 2008 bis hin zur Aussage von Bernanke hat sich die Bilanzsumme der FED mehr als verzweieinhalbfacht. Seit der Aussage von Bernanke, dass sich die Bilanzsumme wieder normalisieren werde, ging die Bilanzsumme aber nicht zurück. Im Gegenteil, sie hat sich bis heute nochmals verdreieinhalbfacht und liegt heute fast auf dem 10-fachen Niveau vs. 2008. Wie würde wohl heute Bernanke die Schuldenmonetarisierung abstreiten?
Die Zentralbanker konnten sich lange hinter der Illusion verstecken, dass die masslose Ausweitung der Geldmenge entgegen aller Erfahrung dieses Mal keine Konsumentenpreisinflation verursachen würde. Diese Illusion des geldpolitischen «Free Lunch» ist nun allerdings geplatzt.
Der Auslöser für den bekannten «Ketchup-Effekt» (die Flasche wird geschüttelt und kein Ketchup [Inflation] kommt heraus bis plötzlich alles auf der Hose ist) war vermutlich die Pandemie. Corona-Lockdowns führten zu Lieferengpässen und zusammen mit von Staaten verteilten Unterstützungsgeldern zu einem Nachfrageüberhang und steigenden Preisen.
Mittlerweile ist die Inflation längst nicht mehr eingeschränkt auf Bereiche mit Lieferengpässen, sondern sie ist leider breit abgestützt und hat in den USA mit knapp 8% ein seit über 40 Jahren nicht mehr gesehenes Niveau erreicht. In der Schweiz steht die Inflation dank dem eher starken Schweizer Franken bei deutlich akzeptableren 2,2%. Der Ukraine-Krieg hat die Aufgabe der Zentralbanker zwar schwieriger gemacht, sie können sich aber nicht hinter Sündenbock Putin verstecken. Die Inflation ist schon davor angestiegen und ist nicht nur auf den Energie- und Lebensmittelbereich eingeschränkt.
Die Inflation dürfte in den nächsten zwei Monaten wohl das Höchst zunächst erreicht haben und leicht zurückgehen. Dennoch täten die Zentralbanker gut daran, ihre masslose Geldpolitik endlich zu verlassen und die Inflation mit deutlichen Zinserhöhungen und der Rücknahme von Liquidität ernsthaft zu bekämpfen. Bisher waren sie viel zu zögerlich. Von alleine wird sich die Inflation nicht mehr in die Ketchupflasche zurückziehen.

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Margrit Schmidlin
lic. phil. Fachpsychologin für Psychotherapie FSP
Oekum. Paarberatung Bezirke Brugg Laufenburg Rheinfelden
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Konflikte im Grossen und im Kleinen
Die Welt ist entsetzt über den Krieg, den Russland gegen die Ukraine und deren demokratisch gewählte Regierung begonnen hat. Da werden mühsam erarbeitete Errungenschaften einer zivilisierten Welt wie das humanitäre Völkerrecht über Bord geworfen, welche in den vergangenen Jahrzehnten die Weltordnung halbwegs im Lot gehalten hatten. Stattdessen soll nun wieder das Recht des Stärkeren gelten; also zurück ins Mittelalter?!
Der zentrale Kern jeder Zivilisation sind Gesetze und Verträge, welche das Zusammenleben zwischen Völkern, aber auch innerhalb einer Gesellschaft regeln. Grundlage dafür bilden die Werte, die ein Land vertritt: in den demokratischen Staaten sind dies insbesondere die Menschenrechte, die freie Meinungsäusserung, die Pressefreiheit, freie Wahlen, die Gleichstellung, die Integrität der Persönlichkeit, die unantastbare Würde eines Menschen. Stellen Sie sich vor, jede/r könnte auch in unserem Land tun und lassen, was er/sie will, nur weil er/sie stärker ist und wir würden dies tolerieren. So könnte z. B. ein kleiner Junge seinen Schulkameraden verhauen, der Kleine wäre ja selber schuld, weil er sich nicht wehren kann. Ihr Nachbar würde Sie terrorisieren, einfach weil er rücksichtslos ist, ein Chef beutet seine Angestellten aus, weil sie finanziell von ihm abhängig sind, oder ein Ehemann misshandelt seine Frau, weil er das Geld verdient und kräftiger ist. Und überall gilt: der/die Stärkere gewinnt.
Dies sind tatsächlich auch bei uns alltägliche menschliche Konflikte, doch wir tragen sie nicht mit Fäusten oder Waffen aus, wir respektieren Gesetze und das Eigentum anderer, haben Respekt vor dem Gegenüber, haben Mitgefühl und tragen Konflikte im Dialog aus und suchen nach Kompromissen! Schlimmstenfalls gehen wir vor Gericht, doch wird dann dessen Urteil auch akzeptiert.
Schon kleine Kinder haben einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Wir erleben jedoch alle im Alltag auch, dass bei Konflikten die Emotionen eine wichtige Rolle spielen und dass wir lernen müssen, diese unter Kontrolle zu halten. Wir lernen im Heranwachsen, dass es Regeln und Grenzen gibt, die wir nicht überschreiten dürfen. Konflikte sollen verbal, sachlich und fair ausdiskutiert werden, Abmachungen werden eingehalten und wir akzeptieren allenfalls Gerichts- oder Mehrheitsentscheide. Doch wir alle wissen auch, dass faires Streiten nicht so einfach ist: Allzu leicht vergreifen wir uns im Ton und in der Wortwahl, werden laut und verletzend und die Gefühle gehen gerne mit uns durch. Um fair zu streiten, braucht es einerseits ein gesundes Selbstbewusstsein, um unsere Anliegen vorzubringen. Es braucht jedoch andererseits ein Gegenüber, das nicht machtbesessen, rachesüchtig, narzisstisch oder sadistisch ist, sondern andere Meinungen respektiert und zu Kompromissen fähig und bereit ist. Ansonsten droht auch hier Machtmissbrauch, Unterdrückung, krankmachendes Schweigen, Resignation oder die Trennung von Beziehungen.
Auf unserer Beratungsstelle beraten wir viele Paare, die Mühe haben im Umgang mit Konflikten, bei denen die Konflikte entweder eskalieren oder wo es zur Entfremdung kommt, weil man zu schweigen und zu resignieren begonnen hat. Unsere langjährige Erfahrung zeigt, wie Seelen leiden und zerbrechen, wenn einem Menschen physische oder psychische Gewalt angetan wird und eine echte Konfliktlösung nicht gelingt. Wir üben und praktizieren dies tagtäglich, denn es ist unsere tiefe Überzeugung, dass es friedensstiftend und gesundheitsfördernd ist, zu lernen, offen und fair miteinander umzugehen, Konflikte sachlich auszutragen, gemeinsam Lösungen zu suchen und Kompromisse zu finden. Denn nur so kann Frieden gelingen, sei es in der Welt oder in der Familie. Und so tut es allem Schmerz und aller Ohnmacht zum Trotz doch gut zu sehen, dass die Welt diese Werte der Menschlichkeit so eindrücklich verteidigt, denn jede/r kann auch Gutes tun, im Kleinen wie im Grossen.

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Patrick Loeb, Advokat
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
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Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
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Nachmieter gesucht!
Die Schweiz, ein Land der Mieter. Das Problem ist oftmals, dass man bereits vor Ablauf der Kündigungsfrist ausziehen will oder – zum Beispiel wegen einem Wegzug ins Ausland – ausziehen muss. Um nicht auf den Kosten der Miete sitzenzubleiben, sieht das Gesetz vor, dass man der Vermieterin einen Nachmieter vorschlagen kann.
Der Nachmieter muss geeignet und der Vermieterin zumutbar sein. Das ist gegeben, wenn die neue Mieterschaft den Mietvertrag zu den gleichen Bedingungen übernehmen kann und insbesondere zahlungsfähig ist. Die neue Mieterschaft muss sich die Wohnung also leisten können, das heisst, ein entsprechendes Einkommen muss nachgewiesen werden können und auch die Nutzung des Wohnobjektes muss passen. Für eine dreiköpfige Familie ist eine 1,5-Zimmer-Wohnung beispielsweise offensichtlich nicht geeignet. Oftmals ist der Aufenthaltsstatus der Nachmieterin ein Thema. Ist es der Vermieterin zumutbar, dass anstelle einer Schweizerin ein Ausländer mit Jahresaufenthalter-Bewilligung (B) in das Mietverhältnis eintritt? Das Bundesgericht hat diese Frage klar bejaht. Allerdings heisst das noch nicht, dass die Vermieterschaft gezwungen werden kann, einen zumutbaren Nachmieter auch zu akzeptieren. Sie können also ihrer Freundin die Wohnung, welche sie verlassen werden, nicht verbindlich versprechen. Sie werden lediglich von der Zahlung des Mietzinses befreit, wenn Sie der Vermieterin eine «zumutbare» Nachmieterin vorschlagen. Dies ist Teil der sogenannten Schadenminderungspflicht der Vermieterin.
Soweit die Grundsätze. Wie so oft liegt die Krux im Detail. Insbesondere die Frist, binnen derer die Vermieterschaft die Nachmieterin prüfen darf, ist nicht klar geregelt und führt oft zu Diskussionen. Interessanterweise wird hier auf Eigenschaften der Vermieterin abgestellt, insbesondere, ob es sich um eine professionelle Vermieterin oder um eine Privatperson handelt. Eine grosse Liegenschaftsverwaltung muss rascher, nämlich je nach Komplexität innert 10-20 Tagen, auf den Vorschlag antworten als eine Privatperson, welche eine einzelne Wohnung vermietet. Letztere kann sich ca. zwei Wochen länger Zeit lassen. Es ist zu empfehlen, dass ein Mieter es nicht dabei bewenden lässt, einen einzigen Nachmieter zu nennen. Jede Interessentin für das Mietobjekt sollte umgehend mit allen erforderlichen Unterlagen, insbesondere über die Einkommensverhältnisse und die Solvenz (Betreibungsregisterauszug) und der schriftlichen Erklärung, den Mietvertrag unter den selben Bedingungen wie die Vormieterin zu übernehmen, der Vermieterschaft gemeldet werden. Das kann elektronisch oder schriftlich erfolgen. Wichtig ist im Streitfall, dass der Nachweis über die Zustellung erbracht werden kann. Bitten Sie also um eine Empfangsbestätigung und wenn Sie eine solche nicht erhalten, fragen Sie nach oder senden Sie die Unterlagen schlimmstenfalls mit eingeschriebener Post.
Die Vermieterschaft hat eine sogenannte Schadenminderungspflicht. Das heisst, sie muss die Ersatzmieter rasch und gewissenhaft prüfen und eine objektiv zumutbare Nachmieterin auf den frühst möglichen Termin akzeptieren. Tut sie dies nicht, ist die Miete nicht mehr geschuldet.
Für Fragen zur Nachmiete im Speziellen oder zum Mietrecht im Allgemeinen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
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Kaufen, wenn Kanonen donnern
So lautet ein altes Börsensprichwort. So paradox das tönt und so hart es für die Direktbetroffenen ist, Kaufen wenn Panik im Markt ist, ist oft vorteilhafter als nach langer Schönwetterphasen. Das macht sich längerfristig spürbar in der Rendite bemerkbar. Ob der Zeitpunkt für einen breiten Einstieg nun aber schon gekommen ist, bezweifle ich. Persönlich glaube ich eher, dass der Ukraine-Krieg ein Verstärker der bereits bestehenden Probleme sein könnte und die Zeit für einen massiven Einstieg in die Aktien (noch) nicht gekommen ist. Aber jetzt alles verkaufen, erscheint mir im jetzigen Umfeld auch falsch zu sein. Im inflationären Umfeld braucht es einen rechten Teil Sachwerte. Da gehören auch Aktien guter Firmen dazu. Man muss aber immer gewillt sein, diese durch eine längere Krise durchhalten zu wollen und vor allem auch zu können.
Minuszins gehört abgeschafft
Ein gewaltiger Teuerungsschub geht im Moment gerade über die USA und Europa hinweg. Etwas abgeschwächt durch den sehr starken Schweizer Franken kommt er auch bei uns an. Diese Teuerung wird durch den Krieg in der Ukraine verstärkt, der Auslöser sind aber vor allem die Zentralbanken mit ihrer aus meiner Sicht masslosen Geldpolitik über die letzten bald 15 Jahre. Alles andere ist eine willkommene Ausrede. Will man den Mittelstand nicht ausbluten, dann müssen nun rasch die Minuszinsen weg. Einerseits aus der immer stärker aufkommenden Teuerungsproblematik und anderseits auch, weil diese zum Umstieg in riskantere Anlagen verleitet, was ja kaum ein sinnvolles Ziel sein kann. Sonst brennt es plötzlich an ganz anderen Orten, obwohl man eigentlich löschen wollte.
Aktienrückkaufprogramm von Lindt & Sprüngli
Kürzlich hat der Schokoladenproduzent Lindt & Sprüngli ein Aktienrückkaufprogramm über 750 Mio. bekannt gegeben. Regelmässige Leser kennen meine kritische Meinung dazu. Gerade bei einer Firma, welche sehr stolz bewertet ist, macht das nur beschränkt Sinn. Natürlich wird der Gewinn verdichtet. Trotzdem bleibt ein schaler Nachgeschmack, wird doch oft versucht, mit Rückkaufprogrammen der Aktienkurs für Optionsprogramme des Managements hoch zu halten. Dieses hat in den letzten 15 Jahren sicher operativ einen guten Job gemacht. Wenn ich aber die grossen Aktienverkäufe des Managements in den letzten Jahren anschaue, macht jetzt ein Aktienrückkaufsprogramm der Gesellschaft nicht unbedingt viel Sinn. Ausser man setzt es wirklich gezielt temporär ein, falls die Kurse übermässig unter Druck geraten. Wenn günstig eingekauft werden könnte, dann bin ich voll dabei. Bei einem Preis-/Gewinnverhältnis von rund 40 kann davon aber kaum die Rede sein.

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Dr. Monika Mayer Apothekerin
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Auge (Folge 9)
Degenerative Augenerkrankungen: Makuladegeneration oder Makulopathie
Es handelt sich um eine Gruppe von Erkrankungen, die den Punkt des schärfsten Sehens betreffen. Dabei erfahren unterschiedliche Zellen einen allmählichen Funktionsverlust. Das traurige Ergebnis ist eine Sehbehinderung hin bis zur Erblindung. Neben der weitaus häufigsten Form «der altersbedingten Makuladegeneration (AMD)» gibt es auch andere, erworbene oder erblich bedingte Makulaerkrankungen. Es werden die unterstützenden Strukturen der Nervengewebe der Netzhaut geschädigt. Einer Theorie zufolge führt eine starke Ansammlung von Stoffwechselprodukten in den Pigmentepithelzellen zum Absterben derselben. Eine andere besagt, dass die Alterung der Aderhaut zu einer Unterversorgung mit Nährstoffen und Sauerstoff zum Absterben der Pigmentzellen führt. Die «kaputten» Zellen führen zu Lücken und einwachsenden Blutgefässen.
Symptome: (gemäss Wikipedia)
• Abnahme der Sehschärfe und damit der Lesefähigkeit
• Abnahme des Kontrastsehens
• Abnahme des Farbensehens
• Abnahme der Anpassungsfähigkeit an veränderte Lichtverhältnisse, damit wird die Blendungsempfindlichkeit erhöht
• Zentrale Gesichtsfeldausfälle
Die Betroffenen erkennen einen Gegenstand nicht mehr deutlich. So sehen sie z.B. eine Uhr, erkennen aber die Uhrzeit nicht. Oder sie sehen ihr Gegenüber, aber nicht mehr genau die Gesichtszüge. Der fixierte Punkt wird nicht mehr gesehen, das äussere Gesichtsfeld hingegen schon. Damit bleibt die Orientierungsfähigkeit erhalten. Auch die Dunkelsicht ist gut, die «Stäbchen» für das «Schwarz-Weiss-Sehen» sind ausserhalb der zentralen Netzhaut und sie sind weiterhin funktionstüchtig.
Formen:
• Es werden zwei grosse Formenbereiche unterschieden: die feuchte und die trockene Makuladegeneration (80% der Fälle)
Verbreitung:
• Wir werden immer älter, und die Funktion unserer Sinnesorgane
damit logischerweise schlechter. In Deutschland sind ca. 2 Mio. Menschen davon betroffen, grob 2.5%, in der Schweiz wird es ähnlich sein.
Behandlung (je nach Form):
- die feuchte Makuladegeneration ist gefürchteter, da sie schneller vorangeht. Sie heisst deshalb feucht, weil es zu Flüssigkeitsansammlungen oder Blutungen in der Netzhaut kommt. Sie wird je nach Situation mit Laserbehandlungen, photodynamischer Therapie und VEGF-Hemmstoffen therapiert. Diese Wirkstoffe werden in den Glaskörper des Auges injiziert.
- die trockene Makuladegeneration kennt keine kausale Therapie oder Heilungsmöglichkeit. Man versucht die Verschlechterung mit der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln, Vitaminen, Mineralstoffen besonders mit hochdosiertem Lutein (10 mg) zu stoppen oder zu verlangsamen. Studien bestätigen einen positiven Effekt.
- Sehhilfen sind wichtig. Spezialisten wie Sehbehinderten-Ambulanzen, Blindenstudien-Anstalten, spezialisierte Arztpraxen oder Optiker können gute Hilfestellungen geben.
Nachsorge:
• Je nach Form sind die Empfehlungen des behandelnden Augenarztes unbedingt einzuhalten, insbesondere die regelmässigen Kontrollen. Die Häufigkeit wird durch das Fortschreiten der Erkrankung bedingt.
• Die oben angesprochenen Sehhilfen gehören unbedingt dazu. Hilfen bieten auch Ergotherapeuten, Fachpersonen für lebenspraktische Fertigkeiten, für Orientierung und Mobilität oder Low-Vision-Fachkräfte.
Vorbeugung:
• Meiden von Nikotin und Alkohol (sie sind Gift für die Augen) oder natürlich langandauerndem Stress. Kaltweisse LED-Leuchtmittel zeigen bei Ratten eine Phototoxizität. UV-Licht ist ebenso schädlich. Bei grellem Sonnenlicht schützen gute Sonnenbrillen die Augen.
• Die Ernährung mit einem hohen Anteil von Antioxydanzien hilft. Das Lutein wurde bereits angesprochen. Ein weiterer Ansatz ist die Senkung des Homocystein-Spiegels durch die Einnahme der Vitamine B6, B12 und Folsäure. Einen Vorteil der Einnahme hochdosierter Präparate zeigen Studien, die bei Frauen mit Herz-Kreislauferkrankungen durchgeführt wurden.
Es gibt weitere Forschungsansätze mit embryonalen Stammzellen. Wir werden sehen.
Bleiben Sie gesund
Ihr Team der Vinzenz Apotheke

Für Fragen sind wir immer für Sie da.
Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Fasten
Foto: zVgEine bewährte Methode, um Altes zu verabschieden und einen Neustart zu machen, ist das Fasten.
Freiwilliges Fasten hat eine spirituelle, eine medizinische und eine sozialpolitische Dimension. Um die Jahrhundertwende, als das religiös motivierte Fasten immer weniger praktiziert wurde, entwickelte sich eine lebhafte Bewegung des Fastens aus medizinischen Gründen. Die positiven Auswirkungen des Fastens wurden genutzt zur Prävention und zur Therapie bei chronischen Krankheiten wie zum Beispiel Rheuma, Fibromyalgie, Bluthochdruck und chronisch entzündlichen Krankheiten sowie nach längeren Stressphasen. Im Gegensatz dazu entstand in den 60er-Jahren an Universitätskliniken das Fasten zur Gewichtsreduktion, welche ein ganz neues Problem des Überflusses anging. Fasten war lange Zeit auch eine Übung für Körper und Geist, mit Verzicht, mit Nahrungsknappheit im Frühling auszukommen, zur Zeit, wenn die Keller und Speicher leergegessen waren. Freiwilliges Fasten erzeugt, im Gegensatz zu notgedrungenem Hungern, positive Gefühle.
Im Islam wird während des Ramadan gefastet, dem neunten Monat des islamischen Mondjahres. 30 Tage lang dürfen Muslime in der Zeit zwischen Sonnenaufgang und Sonnenuntergang nicht essen, trinken und rauchen.
Im Buddhismus verzichten vor allem Mönche und Nonnen täglich nach der Mittagsstunde auf jegliche Nahrungsaufnahme. Zusätzlich gibt es monatliche Fastentage.
Im Judentum gibt es verschiedene spezielle Fest- und Trauertage, an welchen nichts gegessen wird.
In der christlichen Tradition wird in der Zeit von Aschermittwoch bis Ostern gefastet. Für dieses Jahr wäre das vom 2. März bis zum 17. April. In dieser Zeit besinnen sich die Gläubigen durch Enthaltsamkeit auf innere Werte, es wird gespendet oder geschenkt und auf etwas verzichtet, was im Alltag selbstverständlich geworden ist. Fasten kann Verzicht auf Fleisch, auf Alkohol, Süsses oder Tabak bedeuten, oder aber ein Verzicht auf feste Nahrung wie beispielsweise beim Gemüse- und Saftfasten.
Durch einen Verzicht und eine Veränderung der Gewohnheiten, werden starre Abläufe und Ideen aufgeweicht. Es entsteht eine Leere, Platz, es entsteht Raum. Der Körper wird entrümpelt, der Stoffwechsel umgekrempelt, der Fastende entledigt sich (meistens nur kurzfristig) einiger Kilos. Auf geistig-seelischer Ebene gibt es neue Energie, Ideen, die Abläufe werden gemächlicher, es stellt sich eine gewisse innere Ruhe ein.
Verzichten kann jeder. Strengeres Fasten ist jedoch nicht geeignet für Jugendliche und Kinder, Schwangere, Stillende, Menschen mit Ess-Störungen oder verminderter Substanz sowie Personen mit mangelnder Wärme.
Eine milde Form des Fastens ist das Saft-Fasten. Es wird dabei nach einem Entlastungstag und einer Darmentleerung einige Tage lang ganz auf feste Nahrung verzichtet. Verdünnte Gemüse- und Fruchtsäfte sowie dünne Gemüsebrühen spülen den Verdauungstrakt und führen wichtige Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zu. Je nach Bedarf wird Heilerde oder Kohle eingesetzt und die Ausscheidung zusätzlich unterstützt durch Schröpfmassagen, Bäder, Hautbürsten und spezifische Kräuter. Führen eines Tagebuchs sowie Spaziergänge gehören ebenfalls dazu.
Wer eine Fastenkur plant, sollte sich vorher gut darüber informieren und sich darauf vorbereiten. Sehr zu empfehlen ist eine Fastenbegleitung durch Fachpersonen oder gemeinsames Fasten in geführten Fastengruppen.
Fasten 2022 in der Nähe:
• Einige Kirchgemeinden in der Region (z.B. Frick, Oeschgen, Sulz) bieten gemeinsames Fasten an. Schauen Sie in ihr Pfarrblatt.
• Fastengruppe im Raum Brugg mit Abendtreffen und gegenseitigem Austausch, Saftfasten nach Buchinger / Fastenberatung: https://www.fasten-zeit.ch/
• Geführte Fastenwoche vor Ostern in der Gruppe, Saftfasten nach Buchinger / Ausleitende Verfahren: www.sonjawunderlin.ch.

Begleitung für Paare / Fragen:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

 

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