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Lukas Rüetschi eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Wann platzt die Spekulationsblase?
Ich verfolge die Finanzmärkte rund 35 Jahre und bin seit rund 30 Jahren auch beruflich in diesem Bereich, davon auch ein paar Jahre im Wertschriften- und Devisenhandel. Dabei habe ich schon einiges erlebt, auch Sachen, welche ich nicht für möglich gehalten hätte.
Was in der letzten Zeit in einigen Titel abgeht, gehört in diese Kategorie. Da vervielfacht sich der Wert des Elektroautobauers Tesla innerhalb von einem Jahr und wird mehr wert als alle anderen grossen Autobauer zusammen, der Ölpreis ist kurz negativ (das hätte ich persönlich für unmöglich gehalten…) oder die Kurskapriolen der amerikanischen Game-Stop-Aktie, welche sich innerhalb weniger Tage verzehnfacht hat, dann wieder total zusammenbricht, um dann wieder zu explodieren.
Dabei geht es nicht um ein paar Franken oder Dollar Veränderung. Nein, wir reden von X-Milliarden Kursveränderung innerhalb von Stunden oder Tagen. Das sind für mich klare Zeichen einer Liquiditätsflut. Sehr viel billiges Geld sucht Anlagemöglichkeiten. Das ist nicht erst seit gestern der Fall, sondern seit mehreren Jahren, hat sich aber Schritt für Schritt verschärft. Für mich gibt es nun aber immer mehr Anzeichen, dass es immer mehr voll in Richtung reiner Spekulation geht und die Märkte am «Kochen» sind. Ein heftiges «Druckablassen» würde mich in den nächsten Monaten nicht überraschen.

Schweizer Franken etwas schwächer, Zinsen leicht höher, Ölpreis höher
Fast unbemerkt steigen die Zinsen leicht. Das ist weltweit zu beobachten und geht von einem möglichen Teuerungsschub nach Beendigung der Corona-Krise aus. Im längeren Vergleich sind sie immer noch sehr, sehr tief. Erleben wir aktuell die Zinswende? Ich weiss es nicht. Höhere Zinsen wären längerfristig vernünftig. Gratiskapital führt fast immer zu teilweise falschen Anlageentscheiden.
Auch hat sich der Schweizer Franken erstmals seit längerer Zeit wieder etwas abgeschwächt. Das wird vor allem die Schweizer Nationalbank und die Exporteure freuen. Im Tourismus spielt es aktuell ja kaum eine Rolle, da dieser länderübergreifend im Moment nicht stattfindet. Obwohl immer noch in der Krise hat der Ölpreis massiv angezogen. Noch vor wenigen Monaten hörte man oft, dass Öl keine Zukunft habe. Ölaktien fielen dementsprechend stark. Das mag langfristig so sein. Kurzfristig bleibt Öl eine der wichtigsten Energiequellen und ich bin überzeugt, dass das Thema Energie uns in den nächsten Jahren noch einholen wird.
Auch ich bin der Meinung, dass wir unserer Umwelt vermehrt noch mehr Sorge tragen müssen. Wie das funktionieren soll, wenn man fast gleichzeitig aus Atomenergie aussteigen und die fossilen Brennstoffe massiv einschränken will, werden wir noch sehen. Die Planwirtschaft hat leider auch in diesem Bereich Überhand genommen. Eigentlich sollten wir wissen, dass diese bis jetzt nie geklappt hat….

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oder rufen unter 062 871 66 96 an.

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