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Die Flora der Frau. Foto: Sonja Wunderlin

Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Die Flora der Frau
Es beisst, es juckt, es brennt…
Die natürliche Bakterien-Flora von Vagina und Vulva kann durch Veränderung des «Klimas» von Körper und Seele ins Ungleichgewicht kommen. Man spricht dabei vom vaginalen Ökosystem. Kritische Phasen sind hormonelle Umbruchphasen in der Pubertät, Schwangerschaft und Geburt oder während des Klimakteriums sowie bei Wechsel des Sexualpartners oder nach Antibiosen.
Die sogenannten «Döderlein-Bakterien», welche bei Frauen im fruchtbaren Alter zur gesunden Scheidenflora gehören, fühlen sich gestört und können das saure Millieu in der Vagina nicht aufrechterhalten. In der Folge breiten sich gerne Pilze oder andere unerwünschte Keime aus, welche zwar latent in der Scheidenflora vorhanden sind, aber von den Döderlein-Bakterien in Schach gehalten werden und zu unangenehmen Symptomen wie Beissen, Brennen, Wundheit oder Veränderungen von Geruch und Konsistenz des Ausflusses führen. Ebenso kann es bei gestörter Flora zu Blasenentzündungen kommen.
Leiden Sie aktuell oder gelegentlich unter mindestens einem der oben genannten Symptome, möchte ich an dieser Stelle ein paar einfache Tipps zur Selbstbehandlung von Floraverschiebungen geben. Diese Massnahmen sind bewährt und helfen bei leichten Beschwerden gut. Spüren Sie keine Besserung innert zweier Wochen, so konsultieren Sie bitte eine Fachperson.

1. Betrachten Sie sich selbst, schauen Sie sich ihre Vulva selbst mit einem Spiegel an. Sollten Sie eine auffällige optische Veränderung (starke Rötung, Schwellung) entdecken, wenden Sie sich direkt an eine Fachperson. Sehen Sie eine leichte Rötung, veränderten Ausfluss oder keine Veränderung, versuchen Sie es mit folgenden Massnahmen:

2. Verwenden Sie beim Waschen nur pH-neutrale oder gar keine Seifen. Pflanzliche Tenside sind sehr hautfreundlich und reinigen ohne zu reizen (z.B. von amriza.ch). Benützen Sie keine Vaginalduschen. Tragen Sie luftige Unterwäsche und lockere Kleidung sowie möglichst keine Slipeinlagen.

3. Achten Sie auf warme Füsse und einen warmen Unterbauch.

4. Pflegen Sie den Intimbereich nach jedem Toilettengang mit einem neutralen Öl oder einem duftenden Öl mit Zusatz ätherischer Öle ein (z.B. von Weleda «Pflegeöl Lavendel»)

5. Der Klassiker zum Ansiedeln von Milchsäurebakterien und Wiederherstellen des sauren Schutzmantels: Benützen Sie über Nacht Joghurt-Tampons – in ein gutes Joghurt getauchte Tampons.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

 Schröpfen bei chronischen Entzündungen
Entzündung ist eine Reaktion des Körpers auf schädliche Reize. Der Körper versucht so, eine Ausheilung und Wiederherstellung des vorherigen Zustandes zu erreichen. Die Entzündungsreaktion ist also grundsätzlich hilfreich und erwünscht. Wenn sich jedoch keine Besserung einstellt und die Entzündung chronisch wird, kann sie auch Schaden anrichten.
Schröpfen
Schröpfen ist ein uraltes ausleitendes Verfahren, bei welchem die Haut nicht wie bei einer Massage nach innen gedrückt, sondern mittels Schröpfgläsern und einem darin erzeugten Vakuum nach aus­sen gezogen und gelockert wird, was auch durchaus angenehm ist. Die Entzündung, die grundsätzlich ein Heilungsversuch des Körpers ist, wird so nicht unterbunden, sondern über die Haut abgeleitet. Der Körper reagiert auf den Reiz wie bei einer Verletzung mit der Aktivierung diverser Aufräummechanismen, bildet schmerz­lindernde Stoffe, das Immunsystem reagiert, die Blutneubildung wird angeregt, das Gewebe wird neu organisiert. Es bleibt über mehrere Tage eine wohlige Wärme zurück.
So werden vor allem chronisch entzünd­liche Krankheiten behandelt, welche im Grunde auf einem Mangel an Wärme basieren: schmerzhafte Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Muskelverspannungen, Arthrosen, Arthritis und Rückenschmerzen, chronische Atemwegs­erkrankungen wie chronische Bronchitis oder immer wiederkehrende grippale Infekte, Mandelentzündungen, das prämenstruelle Syndrom, chronische Kopfschmerzen sowie chronische Harnwegsinfekte.

Fragen richten Sie gerne an:
Weiterführende Informationen finden Sie unter www.sonjawunderlin.ch

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Sonja Wunderlin, Naturärztin
Praxis am Laufenplatz 148, 5080 Laufenburg, Tel. 062 874 00 16

Kniearthrose und Blutegel
Die Kniearthrose oder Gonarthrose ist eine der häufigsten Erkrankungen des Bewegungsapparates. Sie gehört zu den degenerativen Erkrankungen. Die Knorpelschicht nützt sich ab und zunehmend reibt Knochen auf Knochen, was zu Entzündungen innerhalb des Gelenks und rund um das Gelenk herum führt.
Zuerst zeigen sich Schmerzen bei längerer Belastung wie Wandern, beim Treppen nach unten steigen und Bergabsteigen. Relativ häufig sehe ich auch sogenannte «Baker-Zysten» in der Kniebeuge. Später kann es auch in Ruhe zu Schmerzen kommen und die Beweglichkeit nimmt ab, es kommt teilweise zu Bewegungs-Blockaden. Später können Fehlstellungen und Schonhaltung auch weitere Teile des Körpers in Mitleidenschaft ziehen.

 Klassisch verordnet werden Bandagen, Physiotherapie, Krafttraining und allenfalls eine Gewichtsreduktion, wenn Übergewicht besteht. In akuten Phasen kommen schmerz- und entzündungshemmende Chemotherapeutika zum Einsatz. Was viel zu wenig bekannt ist: Eine Blutegeltherapie kann sogar recht weit fortgeschrittene Beschwerden einer Kniegelenksarthorose lindern. Der Blutegel bringt mit seinem Speichelsekret verschiedene Substanzen in das Knie des Patienten ein. Die Wirkstoffe Hirudin, Bdellin, Eglin und Calin beispielsweise wirken lokal blutgerinnungshemmend und entstauend über den Lymphweg. Andere Speichel-Inhaltsstoffe wirken entzündungshemmend und schmerzreduzierend. Die Besaftung des Gelenkknorpels sowie der Bänder und Sehnen rund ums Gelenk wird verbessert und der Körper kann mit seinen eigenen Regenerationsmechanismen wieder besser am Gelenk eingreifen. Andere Substanzen des Blutegels wirken direkt entzündungshemmend. Setzt die Therapie in einem frühen Stadium ein, kann oft eine Operation vermieden werden. In späteren Stadien kann sie herausgezögert werden. Bei Bewegungseinschränkungen und bei Baker-Zysten bringen Egel eine schnelle Erleichterung.
Greifen alle diese «konservativen» Methoden nicht, wird eine Operation in Erwägung gezogen. Operationen am Knie sind zwar häufig. Aufgrund des komplexen Halteapparats von Sehnen, Bändern um das Gelenk und der grossen Belastung, dem das Knie ausgesetzt ist, bergen sie jedoch Risiken. Oft bestehen danach Beschwerden im Alltag und im Sport. Eine Operation ist deshalb nur dann eine Op­tion, wenn alle sog. «konservativen» Methoden über längere Zeit nicht greifen, und wird gut abgewogen.
Auch nach erfolgter Knieoperation ist eine Blutegeltherapie allenfalls sinnvoll, wenn über mehrere Monate eine Entzündung mit Schwellung und Schmerzen besteht, ohne dass eine mechanische Ursache gefunden werden kann.

Fragen richten Sie gerne an:
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